Schottland 2025 Tag 7

19.05.

Die Nacht war ziemlich durchwachsen – und das lag ausnahmsweise mal nicht an den Betten! Die getrennten Matratzen waren nämlich überraschend bequem. Aber Toms Zucker-App meinte mitten in der Nacht Alarm schlagen zu müssen – und zwar nicht leise, sondern mit voller Wucht. Pling! Pling! Na super! Bis dahin hatten wir eigentlich ganz gemütlich geschlummert, danach war eher Rumwälzen angesagt.

Morgens zauberte Anne uns dann ein Frühstück, das keine Wünsche offenließ. Frische Eier, Toast, Marmelade, Porridge – alles da und mit ganz viel Liebe angerichtet. Man merkte, dass sie das nicht zum ersten Mal machte. Ich hätte mich reinlegen können! Aber verdammt – wir hatten uns doch eigentlich vorgenommen, später noch im „The Coffee Bothy“ einzukehren. Tja, so viel zum Plan…

Um kurz nach 09:00 Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Skye. In Kyle of Lochalsh legten wir einen kurzen Stopp bei der Apotheke ein. Ich brauchte dringend eine neue Wärmflasche. Die, die ich vor ein paar Jahren genau dort gekauft hatte, war mittlerweile leider den Hitzetod gestorben – R.I.P. Wärmflasche. Und auch wenn sie bei den aktuellen Temperaturen völlig nutzlos schien, der nächste schottische Regenabend oder der heimische Winter kam bestimmt!

Während Tom vom Pier aus versuchte, das Meeresgetier in Angst und Schrecken zu versetzen, machte ich mich auf einen kleinen Spaziergang zum Castle Moil. Der Weg dorthin war einfach herrlich – ich kam an einer kleinen Bucht vorbei, in der zwei alte Schiffwracks vor sich hin rosteten. Diese Mischung aus Natur und Verfall – irgendwie typisch Schottland und trotzdem jedes Mal aufs Neue faszinierend.

Gegen Mittag machten wir dann endlich das, worauf wir uns schon seit dem Aufstehen gefreut hatten: eine Pause im „The Coffee Bothy“. Dort ließen wir uns superleckere Sandwiches schmecken – frisch, knusprig, gut belegt. Genau das Richtige! Und als wäre das nicht genug, kauften wir im „Deli Gasta“ (dem schnuckeligen Lädchen schräg gegenüber) auch noch drei Stück Kuchen für später.
Nachtrag: alle drei waren ein absoluter Volltreffer. Kein Krümel blieb übrig!

In Broadford bummelten wir einmal kurz durch die kleinen Lädchen, die allerhand interessante Sachen anboten. Ein Stopp dort lohnt sich wirklich immer, nur nicht für den Geldbeutel. *lach*

Auf dem weiteren Weg legten wir natürlich noch ein paar Fotostopps ein.
Die Landschaft war einfach zu schön, um sie nur durch die Fensterscheibe vorbeiziehen zu lassen – und das Licht spielte auch perfekt mit. Klick, klick, klick … die Speicherkarte füllte sich schneller als gedacht!

Einen Zwischenstopp bei „Glenshiel Chocolate“ legten wir natürlich auch wieder ein – und, was soll ich sagen? Wir kauften quasi den halben Laden leer! Ups.

Die handgemachten Schokoladen sahen aber auch einfach zu verführerisch aus, und irgendwie war plötzlich alles in unserer Einkaufstasche gelandet: Tafeln mit Meersalz und Himbeeren, welche mit Whisky, dunkle und weiße Schokolade …
Ob das noch als „Mitbringsel“ durchgeht oder ob wir alles selbst verputzen? Man wird sehen …

Als wir unser kleines Studio erreichten, war es dann bereits 19:00 Uhr.

Rasch schnappten wir uns ein paar Hähnchenstücke aus unserer Kühltruhe und natürlich den Kuchen vom Deli Gasta – man will ja nicht verhungern! – und fuhren zum Corpach Viewpoint.

Mit traumhaftem Blick auf den Ben Nevis ließen wir uns das improvisierte Abendessen schmecken. Ein Picknick mit Aussicht – was will man mehr?

Kilometer: 205
Wetter: 20 °C, Sonne
Unterkunft: Moosfield Studio (150 £, 178 €)


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