VA Emirate
17.02. – 26.02.2016
Was anderes! Wir wollten einfach mal was anderes sehen. Nach vielen Urlaubswochen in unseren bzw. nördlichen Breitengraden, entschlossen wir uns dazu, schneebedeckte Berge, glasklare kalte Seen und dichte grüne Wälder gegen graue Hochhäuser, staubige Wüste und Hitze einzutauschen. Eigentlich war das so ganz gegen unsere Vorlieben, aber wir entschlossen uns zu einem Trip in den Süden, in die VAE. Man muss ja schließlich mal über seinen nordischen Tellerrand gucken und seinen Horizont erweitern.
17.02.
Bereits um 7:00 Uhr holte uns der Wecker erbarmungslos aus dem Tiefschlaf. Oh, wie wir frühes Aufstehen hassten. Aber so hatten wir noch genug Zeit, um die letzten Dinge in Ruhe zu erledigen, ehe Toms Bruder Jan uns entspannt gegen 11:30 Uhr zum Flughafen nach Düsseldorf brachte.
Eingecheckt hatten wir innerhalb von Minuten und danach begaben wir uns direkt zum Gate. Na ja, fast… Ein kleiner „Umweg“ durch den Duty-Free-Shop musste sein. Schließlich war mir morgens das Parfüm ausgegangen. Wie blöd…
Mit zwei neuen Duftwässerchen im Gepäck, drückten wir uns die Nasen an den großen Fensterscheiben platt und bestaunten den A380, das größte Passagierflugzeug der Welt. Wow, was für ein riesiger weißer Vogel!
Mit zwanzigminütiger Verspätung begann das Boarding. Und dank meiner geschickten Sitzplatzreservierung hatten wir es auch nicht weit bis zu unseren Plätzen in der oberen Etage. Nee, leider nicht… Wir saßen natürlich unten. Was aber für Economy-Verhältnisse wirklich super war. Zum Vordermann hatten wir ausreichend Platz und jeder von uns hatte ein umfangreiches Entertainmentprogramm am Sitz. Aus über 40 Filmen, die nach Sprachen sortiert waren, konnten wir wählen.
Es gab drei Live-Webcams außen am Flugzeug, die wir ebenfalls auswählen konnten. Dazu Nachrichten aus der ganzen Welt und viele Spiele.
Unsere neuen Kopfhörer kamen sofort zum Einsatz. Kaum hatten wir deutschen Boden verlassen, hatten wir uns für die ersten Filme entschieden und schauten gebannt auf den Monitor. Kurz gestört durch einen Steward, der uns heiße, feuchte Tücher reichte. Toller Service!
Nach etwas über einer Stunde wurde ein wirklich sehr leckeres Essen serviert. Das Beste, was wir je in der Economy-Klasse gegessen hatten. Tom und ich hatten uns für das Lamm und Mama für das Huhn entschieden. Dazu Makrele auf Kartoffelsalat als Vorspeise und ein Schokotraum als Nachtisch.
Die kleinen Knabbereien aßen wir später beim Filmschauen. Leider verpackte Tom sein noch halbvolles Soßendöschen nicht richtig, sodass meine Hose und mein Shirt voll mit Tomaten-Piri-Piri-Zeug waren…
Als es draußen dunkel wurde, blitzten an der Kabinendecke „Sterne“ auf. Beim Blick aus dem Fenster sah ich unzählige brennende Gasfackeln der Ölquellen am Boden, die die Nacht erhellten.
Es war kurz vor Mitternacht, als der große Flieger endlich zur Landung in Dubai ansetzte.
Zu den Gepäckbändern und zur Passkontrolle liefen wir erst eine Weile und fuhren schließlich auch noch mit der Bahn. So weit hatten wir es noch nie. Auf dem Weg tauschten wir dann auch gleich ein bisschen Geld und beguckten uns erst einmal kritisch die arabischen Scheine. Puh, zum Glück steht auf der anderen Seite alles in Englisch.
An der Passkontrolle dauerte es dann leider sehr lange. Über 30 Minuten standen wir in der Schlange, ehe der freundliche weiß gekleidete Herr einen Stempel in unsere Pässe haute.
Die Koffer drehten schon einsam ihre Kreise, als wir endlich am Gepäckband 12 ankamen. Nun aber schnell raus und rein ins erstbeste Taxi. Unser netter Fahrer hatte nur leider überhaupt keine Ahnung, wo unser Hotel lag, und warf erst einmal sein Handy mit einem Routenplaner an. Oh je…
Nach zweimaligem Nach-dem-Weg-Fragen hatten wir unser Ziel gegen 1:30 Uhr endlich erreicht. Schnell checkten wir ein und inspizierten die Zimmer. Schön, sauber, groß! Was will man mehr? Der Fernseher lief noch kurz, und während ich schnell den Tagesbericht schrieb, spielte Tom mit dem iPad rum, welches sämtliche elektronischen Sachen im Zimmer steuerte. Eine Stunde später schliefen wir schließlich ein.
Wetter: Bei uns 4 °C, Dubai 20 °C
Unterkunft: Landmark Premier Hotel (ehemals Suba Hotel) (628 AED, 157 € pro Nacht) DZ incl. Frühstück
Die Preise im Bericht sind alle inclusive der in den VAE üblichen 10% service charge und 6% tourism fee.
18.02.
7:00 Uhr und das Handy bimmelte. Wir waren doch gerade erst eingeschlafen!! Schnell hopsten wir unter die Dusche und trafen Mama eine Stunde später zum Frühstück.
Dort war für jeden etwas dabei. Porridge, Pancakes, Hummus, Obst, Datteln und warme Speisen. Satt ließen wir uns um 9:30 Uhr ein Taxi rufen, welches uns zum Gold Souk bringen sollte. Leider erwischten wir einen wirklich sehr nervigen Fahrer, der uns versuchte auszureden, zum Gold Souk zu fahren. Was wir denn dort wollten? Da wäre doch jetzt gar nix los. Aber an der viel weiter entfernten Marina (ja nee, is klar) wäre es jetzt toll und erst mal an „The Palm“, um die Uhrzeit wäre es dort traumhaft. Er könnte uns doch dorthin bringen. Boah, ging der mir auf den Keks. Er gab keine Ruhe und erst als wir zum bestimmt 10. „NEIN“ sagten, brachte er uns zähneknirschend zum Gold Souk.
In den engen Gassen, in der Nähe des Dubai Creek, werden die unterschiedlichsten Waren angeboten. Ein Stück vom alten Dubai, das heute leider allerdings sehr touristisch geworden ist. Es gibt einen Parfüm-Souk, Gewürz-Souk und Haushaltswaren-Souk.
Und natürlich den Gold Souk, in dem wirklich alles Gold ist, was glänzt. Die unzähligen Auslagen in den kleinen Geschäften funkelten und blendeten uns regelrecht. Was für ein unschätzbarer Wert dort wohl lagert? Direkt zu Anfang konnten wir in einem Schaufenster den größten und schwersten Goldring der Welt bestaunen. Er wiegt fast 64 Kilogramm und hat einen Umfang von 2,20 Metern.
Die breite Gasse ist mit einem großen Holzdach vor der Sonne geschützt und überall hängen Ventilatoren an der Decke. Wie warm es dort im Sommer ist, möchten wir gar nicht wissen. Zum Glück war es nicht so voll und wir hätten eigentlich in Ruhe umherschlendern können, aber da hatten wir die Rechnung ohne die aufdringlichen Händler gemacht. Alle paar Meter wurden wir angequatscht und man versuchte uns Ketten, Ringe und Uhren anzudrehen. Das war richtig nervig. Unfreiwillig wurden uns bunte Kaschmirschals um den Hals gelegt und uns mit nachgemachten Designer-Taschen fast der Weg versperrt. Nicht schön!
Und leider wurde es im Gewürz-Souk nicht besser. Wir hatten dann einfach keine Lust stehen zu bleiben und uns umzusehen. Dabei gefiel es uns dort sonst sehr gut. In den engen Gassen war vor den Läden alles vollgestellt mit unterschiedlichsten Gewürzsäcken und -schüsseln. Es roch toll nach Koriander, Ingwer, Curry, Nelken und anderen exotischen Kräutern und Gewürzen. Dazu drang aus kleinen Gefäßen der Duft von verbrannten Räucherharzen in unsere Nasen.
Am Dubai Creek, einem natürlichen Meeresarm, spazierten wir eine Weile an den großen bauchigen Holzschiffen, den Dhaus, entlang. Männer waren damit beschäftigt, unzählige große Kisten und dicke Säcke an Bord der traditionellen Handelsschiffe zu schleppen. Auch heute verkehren die alten Boote noch zwischen Dubai und dem Iran, Irak, Pakistan, Sri Lanka und einigen anderen Ländern. Man kann es kaum glauben, so wie die Schiffe aussehen!
Eine Weile beguckten wir uns das regen Treiben am Ufer und auf dem Wasser. Dabei genossen wir die orientalische Atmosphäre. Das Einzige, was wir dort mit einem modernen und gigantischen Dubai in Verbindung brachten, waren die vollklimatisierten Wartehäuschen der Bushaltestellen am Straßenrand.
Anschließend machten wir uns auf zur Abra-Haltestelle. Die hölzernen, flotten Wassertaxis sind eines der ältesten Wassertransportmittel in den Emiraten und kreuzen Tag und Nacht über den Dubai Creek. Einen festen Fahrplan gibt es nicht. Sobald das Boot mit 20 Personen besetzt ist, legt es ab und fährt eine der zwei Routen:
Route 1, von 5 bis 24 Uhr:
„Deira Old Souk Abra Station“ – „Bur Dubai Abra Station“
Route 2, 24-Stunden-Betrieb:
„Al Sabkha Abra Station“ – „Bur Dubai Old Souk Abra Station“
Für die 5-minütige Überfahrt zur „Bur Dubai Abra Station“ zahlten wir beim Fahrer einen Dirham (0,24 €) pro Person.
Im Stadtteil Bur Dubai durchliefen wir wieder im Laufschritt den dortigen Stoff-Souk…
Ein paar Straßen weiter statteten wir dem Dubai Museum im Al Fahidi Fort einen Besuch ab (3 AED, 0,72 €). Das Fort wurde 1787 aus Lehm, Korallenblöcken und Muschelschalen, vermischt mit einem Brei aus Kalk, erbaut. Es ist das älteste noch stehende Bauwerk der Stadt.
Im Innenhof sind heute Holzboote ausgestellt und es wurde ein mobiles Sommerhaus früherer Beduinengenerationen nachgebaut. Deutlich merkte man im Innern die Wirkung des Windturms, der für eine angenehme, luftige Kühlung sorgte.
Über den unterirdischen Museumsteil mit vielen nachgestellten Alltagsszenen verließen wir das Al-Fahidi-Fort.
Im alten, unter Denkmalschutz stehenden Bastakiya-Viertel kehrten wir im Arabian Tea House ein. Das in einem wunderschönen Innenhof gelegene Café war richtig gemütlich. Bäume und Rankpflanzen spendeten Schatten und Vögel zwitscherten den Straßenlärm draußen einfach weg. Herrlich! Und das Essen war auch noch sehr lecker.
Erst zwei Stunden später machten wir uns schweren Herzens wieder auf und erkundeten das himmlisch ruhige Bastakiya-Viertel. Langsam spazierten wir durch die einsamen Gassen und schauten uns in den wenigen Geschäften um, ohne vollgebrabbelt zu werden. So viel Ruhe seitens der Verkäufer wurde von uns mit einem großzügigen Einkauf belohnt.
Um kurz nach 15:00 Uhr stoppten wir ein Taxi und ließen uns zur Dubai Marina bringen. Vorbei an den unzähligen Hochhäusern der gigantischen Stadt. Wahnsinn!
An der Marina hatten wir bis zum Beginn unserer Speedboot-Tour noch eine Weile Zeit und so schlenderten wir etwas umher und ließen die Atmosphäre auf uns wirken. So haben wir uns Dubai vorgestellt. Überall wird gebaut, aber dennoch ist die mit Palmen gesäumte breite Promenade einladend. Es gibt zahlreiche Restaurants, die im Freien ihre Tische aufgebaut haben.
Die Tickets für die Tour hatte ich vorab im Internet bei GetYourGuide bestellt (76 € p. P.). Nach dem Anlegen der Rettungswesten durften wir das gelbe Boot betreten und in der ersten Reihe Platz nehmen. Mama setzte sich eine Reihe hinter uns.
Um 17:00 Uhr ging die Fahrt dann los. Erst dümpelten wir langsam aus der Marina raus.
Sobald wir sie verlassen hatten, wurden die Hebel auf den Tisch gelegt und William, unser Fahrer, gab Gas. Wow!!! Wir bretterten über die Wellen und schlugen zum Teil recht hart auf. Aber egal, es hat total viel Spaß gemacht. Ich bekam mein Grinsen gar nicht aus dem Gesicht.
Die tolle Tour führte uns um die künstlich aufgeschüttete Insel „Palm Jumeirah“ herum, an deren Ende der Hotelkomplex „Atlantis The Palm“ steht. Weiter ging es dann zum 321 m hohen, segelförmigen „Burj Al Arab“, einem der teuersten und luxuriösesten Hotels… na? Na klar, der Welt natürlich!
An den wichtigsten Sachen hielt William an, erzählte einige Hintergrundinfos und wir konnten in Ruhe Fotos machen.
Erst als es dunkel wurde, fuhren wir in die Marina zurück. Vorbei an den beleuchteten Hochhäusern schipperten wir dann wieder langsam über die Wasserstraße.
Beim Koreaner gab es noch ein kleines Abendessen und im Supermarkt nebenan beguckten wir uns noch das arabische Angebot, das sich aber irgendwie nicht viel vom britischen unterschied.
Mit dem Taxi fuhren wir zurück zum Hotel und der Fahrer fand es sogar auf Anhieb. Na ja, fast! Er rief irgendwen an und ließ sich den Weg kurz erklären. Eine Taxiprüfung muss hier wohl niemand ablegen?!
Um kurz vor 21:00 Uhr nahmen wir noch einen Abschluss-Cappuccino in der Hotellobby und verabschiedeten uns voneinander. Drei Stunden später schliefen wir alle tief und fest…
Wetter: 25 °C, Sonne
19.02.
Nachdem wir am Vortag so früh aufgestanden waren, schliefen wir an diesem Morgen länger und trafen uns erst um 9:30 Uhr zum Frühstück. 1 ½ Stunden später brachte uns ein Taxi zur Dubai Mall. Mit über 1200 Läden ist sie eines der größten Einkaufszentren der Welt.
Über GetYourGuide hatte ich bereits vor zwei Monaten VIP-Tickets für die 148. Etage des Burj Khalifa reserviert und bezahlt (137 € p. P.). Die holten wir uns im Erdgeschoss der Mall ab. Man hätte übrigens noch ein paar ausgewählte Tickets für den Tag bekommen können. Die VIP-Tour ohne Anstellen war allerdings ausgebucht. Mit unseren Tickets im Rucksack schlenderten wir anschließend gemütlich umher. Bis zum Beginn der „Tour“ hatten wir noch fast vier Stunden Zeit.
Wahnsinn, in der großzügigen Mall kann man sich wirklich verlaufen. Neben vielen kleinen Läden und großen Luxusgeschäften gibt es auch eine Eislaufbahn mit den Maßen eines Eishockeyfeldes, hunderte Restaurants (sogar „Nordsee“) und ein riesiges Aquarium mit Haien und Rochen, in dem man sogar tauchen kann. Mit seinen 10 Millionen Litern ist es eines der größten Aquarienbecken der Welt – klar! Dort war es wirklich spürbar, das Geld, der Überfluss und der Reichtum.
Im dortigen Souk ließ ich mir ein Henna-Tattoo auf die Hand malen und bei „Tim Hortons“ aßen wir leckere, süße Schweinereien.
Am Ende der Mall traten wir ins Freie und erblickten rechts natürlich sofort den Burj Khalifa, das mit 828 m momentan höchste Gebäude der Welt. Darin befinden sich zahlreiche luxuriöse Wohn- und Gewerberäume sowie das schicke Armani Hotel Dubai. Neben dem Weltrekord für das höchste Bauwerk hält das Gebäude auch den Rekord für das höchste Restaurant (auf 422 m) und die höchste Outdoor-Aussichtsplattform (auf 555 m) der Welt.
Ein bisschen Deutschland steckt übrigens auch im Burj Khalifa. Als der Palast der Republik in Berlin abgerissen wurde, schmolz man den Stahl ein und verkaufte ihn weiter. So landete ein Stück von „Erichs Lampenladen“ als Resteverwertung in Dubai.
Natürlich kannten wir den Burj Khalifa aus dem Fernsehen und von Fotos, aber wenn man dann live vor diesem riesigen Gebäude steht, kann man es kaum glauben. Wahnsinn, minutenlang starrten wir, fast ehrfürchtig, einfach nur nach oben. Wir waren völlig fasziniert von dem Anblick!
Um 15:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Eingang des Burj Khalifa. Mit unseren VIP-Tickets wurden wir in eine Empfangslounge geführt und mit arabischem Kaffee, Datteln und süßem Gebäck begrüßt. Nach ein paar Minuten war unsere Gruppe mit etwa 25 Personen komplett und wir wurden von unserem Tourbegleiter abgeholt. Als erstes mussten wir durch eine Sicherheitsschleuse, wie am Flughafen, und dann spazierten wir einige Minuten Richtung Burj Khalifa.
Am Ende befanden sich die Aufzüge, die uns ultraschnell (36 km/h) in die 148. Etage katapultierten. Im Innern wurden Bilder und Informationen an die Wände projiziert.
Oben angekommen hatten wir etwas Druck auf den Ohren, den wir aber schnell wieder wegbekamen. Nun hatten wir offiziell 30 Minuten Zeit, uns umzusehen. Man bekommt kostenlos Säfte und kleine Süßigkeiten serviert und kann in der schönen, schicken Lounge die Aussicht genießen. Es gibt auch eine kleine Außenterrasse, auf die wir zuerst gingen. Unglaublich! Was für ein beeindruckender Blick sich uns dort bot! Zu unseren Füßen lag eine Miniaturstadt, wie das Wunderland in Hamburg. Nur war das da unten alles echt. Wirklich überwältigend, einfach unfassbar!
Erst nach 45 Minuten hatten wir genug Höhenluft geschnuppert (es hatte niemand etwas zu der „Verlängerung“ gesagt) und fuhren runter auf die 124. Etage. Dort gibt es einen Souvenirshop und man kann kitschige Bilder von professionellen Fotografen machen lassen. Dementsprechend voll war es dort auch, nicht schön! Der Aufpreis für die VIP-Tickets hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Nicht nur, dass man höher auf das Gebäude kommt, dort oben war es auch deutlich ruhiger!
Um 18:00 Uhr startete die erste Dubai Fountain-Show des Tages (18:00 – 23:00 Uhr, alle 30 Minuten). Das größte Wasserspiel der Welt schauten wir uns noch aus luftiger Höhe an, ehe es mit dem Fahrstuhl wieder auf Meereshöhe ging.
In einem Restaurant an dem künstlich angelegten See ließen wir uns nieder und aßen eine Kleinigkeit. Nach der Stärkung schauten wir uns die spektakuläre Lichtshow am Burj Khalifa an. Mit 70.000 LEDs auf einer Fläche von über 32.000 m² sehr rekordverdächtig! Hammer, zum Glück war keine Lampe kaputt. *hihi*
Dann sahen wir uns auch noch eine Fountain-Show an. Die Wasserfontänen tanzten dabei zu arabischer oder klassischer Musik. Im Dunkeln wirkten die Lichteffekte natürlich noch spektakulärer. Toll, hätte ich mir noch mehrmals ansehen können.
Gegen 21:30 Uhr waren wir wieder am Hotel (der Taxifahrer hatte sich verfahren…) und verschwanden sofort auf die Zimmer. Reisebericht schreiben, ein bisschen fernsehen und dann ab ins Bett.
Wetter: 26 °C, Sonne, nachmittags zog es sich etwas zu
20.02.
Um 7:00 Uhr war die Nacht wieder rum. Nach dem Frühstück ließen wir uns zum Deira-Fischmarkt bringen. Das bunte Treiben auf solchen Märkten mögen wir sehr. Es gibt eine offene Fischhalle, eine kleine Fleischabteilung und viele bunte, exotische Obst- und Gemüsestände. Die Verkäufer waren alle farblich passend zu ihren Waren „uniformiert“ und überaus freundlich und gar nicht aufdringlich. Es waren so gut wie keine anderen Touristen unterwegs und wir konnten nach Herzenslust fotografieren. Das war ja mal was für mich!
Das Highlight war natürlich die große Fischhalle. Die „Blau-Männer“ standen hinter ihren vollbepackten Verkaufstischen und bearbeiteten die fangfrischen Fische und Meeresfrüchte. Viele der exotischen Meeresbewohner hatten wir noch nie gesehen.
Der Boden war nass vom tauenden Eis und ein lautes Stimmenwirrwarr erfüllte die Luft. Der Geruch dort war erstaunlicherweise erträglich, was wahrscheinlich auch an den fehlenden Hallenwänden und der für Dubai niedrigen Temperatur von 25 °C lag.
Neben der Halle befindet sich der „Cutting Room“. Dort kann man sich das zuvor gekaufte Meeresgetier fachmännisch ausnehmen und in küchenfertige Teile schneiden lassen. Sehr praktisch und das Angebot wird auch gerne angenommen. Bezahlt wird nach Größe der Tiere und pro Kilo.
Das sehenswerte Spektakel am frühen Morgen sollte man sich bei einem Dubai-Besuch wirklich nicht entgehen lassen. Dort kann man ein Stück Alltag miterleben, fernab der touristischen Souks.
Bevor wir den Rückweg zum Hotel antreten konnten, musste Tom unserem Taxifahrer aus Indien erst mal den Routenplaner einstellen und die Adresse vom Hotel eintippen.
Um 10:30 Uhr checkten wir dann dort aus und fuhren zum Flughafen, um unser Mietauto abzuholen. Das Büro von Budget in der Ankunftshalle fanden wir auf Anhieb und auch das kleine Gemeinschaftsbüro auf dem Parkdeck 2 war nicht zu übersehen. Ruckzuck hatten wir die Unterlagen ausgefüllt und den Schlüssel für unseren Chevrolet Cruze in der Hand.
In meinem Handy aktivierte ich den Routenplaner „maps.me“ und schon ging es los Richtung Abu Dhabi.
Der Weg war denkbar einfach. Vom Flughafenparkplatz runter, links, nochmal links und dann ca. 150 km geradeaus, einmal noch rechts und wir waren am Hotel in Abu Dhabi angekommen. Die Fahrerei auf den teilweise achtspurigen Straßen war wirklich easy. Man muss sich einfach nur an die zügige Fahrweise der Einheimischen anpassen und dann geht das. Überholt wird dort übrigens links und rechts, wie man gerade so mag.
Nach 1,5 Stunden stellten wir den Wagen im Parkhaus vom Southern Sun Abu Dhabi ab und betraten die große Empfangshalle. Wow, nicht schlecht. Auch die Zimmer waren riesig und sehr geschmackvoll eingerichtet.
Am frühen Nachmittag ließen wir über den Hotel-Concierge einen Eco-Donut reservieren. Mit diesen solarbetriebenen Booten kann man in Ruhe auf den Wassern rund um die Mangroven schippern. Ja, Mangroven! Abu Dhabi hat dicht an der Küste wachsende Mangrovenwälder, die ein einzigartiges Ökosystem sind.
Abfahrt für die Donuts ist hinter dem Eastern Mangroves Hotel. 90 Minuten lang schipperten wir gemütlich umher, genossen die Sonne und legten auch einen kurzen Stopp auf einer Insel ein. Es war ein wirklich entspannendes und tolles Erlebnis.
Hungrig legten wir wieder am Steg an und hatten die Qual der Wahl, was das Restaurant anging. Burger? Indisch? Italiener? Oder doch lieber ein Steakhouse? Letztendlich wurde es der Burgerladen und wir wurden nicht enttäuscht. Lecker, lecker, lecker!!
An der kleinen Promenade des Eastern Mangroves Hotel schlenderten wir dem traumhaften Sonnenuntergang entgegen.
Wieder im Hotel gab es noch einen Schlummertunk in der Lobby. Gegen 23:30 Uhr waren wir schließlich im Bett, nachdem die täglichen Homepage-„Arbeiten“ erledigt waren.
Kilometer: 152
Wetter: 25 °C, Sonne
Unterkunft: Southern Sun Hotel (600 AED, 146 € pro Nacht), DZ inkl. Frühstück
21.02.
Um 8:30 Uhr trafen wir uns im Frühstücksraum. Wow, was für ein Buffet! Das ließ wirklich keine Wünsche offen. Hier alles aufzuzählen würde die Seite sprengen.
Mit dem Taxi ging es zur Marina Mall Abu Dhabi. Von dort aus starten die dunkelroten Hop-on-hop-off-Busse von Big Bus Tours. Der Preis ist mit rund 58 € pro Person nicht gerade günstig, aber wir mögen diese Art der Stadtrundfahrt sehr. Auf dem offenen Oberdeck suchten wir uns nette Plätze, steckten die Kopfhörer in die Ohren und schon ging die Tour los. (Memo an mich: Nächstes Mal eigene Kopfhörer mitnehmen. Die kleinen Dinger in den Ohren tun mir auf Dauer weh.)
Wir sind die Runde fast komplett gefahren und waren nach ca. 2,5 Stunden am Heritage Village Abu Dhabi angekommen. Uns hat es dort aber leider gar nicht gefallen. Zum einen war es sehr voll dort. Mehrere Reisegruppen waren unterwegs und zum anderen war es uns zu touristisch. Und die Toiletten waren eine Katastrophe! Dreckig, kein Papier, kein Licht und abschließen konnte man die Türen dort auch nicht…
Mit einem Taxi ließen wir uns zu den Etihad Towers bringen. Dort auf 300 Metern Höhe gibt es ein Observation Deck. Mit dem Big-Bus-Ticket kostete uns der Eintritt pro Person 35 AED (8,70 €), sonst 75 AED (aber wohl mit Verzehrgutschein?!).
Die Atmosphäre dort oben war toll. Die gemütliche Lounge und der super Ausblick waren einmalig. Über eine Stunde chillten wir in den braunen Ledersesseln und genossen den Blick.
Um 15:30 Uhr sattelten wir um auf eine Dhau. Die kleine Bootsrundfahrt war im Ticket von Big Bus inklusive. Na ja, es war eine nette 1-stündige Fahrt, für die ich aber nicht bezahlen würde. Es gibt wirklich nichts Besonderes zu sehen.
Nach einem kurzen Toilettenstopp in der Marina Mall brachte uns ein Taxi zur Sheikh Zayed Moschee. Sie ist die größte Moschee der VAE und die achtgrößte der Welt. 40.000 Gläubige finden dort Platz. Ihre Hauptkuppel hat einen Durchmesser von 32 Metern und gilt als größte Moscheenkuppel der Welt. Und wir wären nicht in den VAE, wenn dort nicht auch der größte handgeknüpfte Teppich der Welt liegen und der größte Kronleuchter der Welt hängen würde. Letzterer wurde übrigens in Deutschland gefertigt.
Erst mussten wir durch eine Sicherheitsschleuse wie am Flughafen und Mama wurde gleich rausgewunken und musste ihre Nagelschere dort lassen. Anschließend fuhren wir mit einer Rolltreppe in die Tiefgarage und wurden zum Abaya-Verleih geführt. Nachdem ich meinen Perso als Pfand abgegeben hatte (den also nicht vergessen bei einem Besuch dort), konnten Mama und ich uns eine schwarze Abaya überwerfen. Kopftücher hatten wir schon von zuhause mitgenommen. Tom war fein raus und konnte so gekleidet bleiben, wie er war.
Fertig angezogen durften wir das prachtvolle Gelände betreten und wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Überall weißer Marmor, funkelndes Blattgold und kunstvolle Wandbemalungen. Ein Traum aus 1001 Nacht, wunderschön! Ich konnte mich gar nicht satt sehen und schoss unendlich viele Fotos.
Als Tipp: Kommt ca. eine Stunde vor Sonnenuntergang. Dann könnt ihr die Moschee bei Tageslicht, beim Sonnenuntergang und schließlich im Dunkeln mit der einmaligen Beleuchtung bestaunen.
Erst gegen 19:30 Uhr machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel. Abendessen gab es dann auch dort, wir hatten keine Lust mehr, durch die Gegend zu laufen.
Wetter: 28 °C, Sonne
22.02.
Nach einem schnellen Frühstück schnappten wir uns um kurz nach 9:00 Uhr ein Taxi und ließen uns zum Falkenhospital bringen. Dank meiner vorab ausgedruckten Straßenkarte und meiner App „maps.me“ musste der Taxifahrer nur einmal wenden… In den VAE ist es wirklich ratsam, von allen Zielen die genauen Adressen griffbereit zu haben. Am besten noch mit Kartenausschnitt oder eben „maps.me“.
Karten für die Tour im Hospital hatte ich vorab schon im Internet reserviert (170 AED, 43 € p. P.). Seit 1999 hat Abu Dhabi dieses Krankenhaus für Falken und es ist das größte weltweit, natürlich…! Die deutsche Tierärztin Margit Müller leitet das Hospital und versorgt mit ihrem Team mehr als 11.000 gefiederte Patienten im Jahr.
Nachdem wir uns angemeldet hatten (Wichtig: auch dort den Ausweis nicht vergessen!) wurden wir in den Warteraum gebeten. Dort saßen auf kleinen grünen Wartestangen schon die ersten Patienten des Tages. Ihre Besitzer hatten es sich in den großen Sesseln daneben bequem gemacht.
Unsere internationale Gruppe (Indien, USA, Mexiko, Dänemark, Frankreich, Schweiz, Österreich und Deutschland) wurde dann von Hassan, unserem Guide, in einen kleinen Nebenraum geführt und erst mal mit Getränken versorgt.
Hassan erzählte uns dann auf eine lustige Art und Weise alles Wissenswerte über die Falken und das Hospital. Es wurde viel gelacht. Anschließend gingen wir in den Behandlungsraum und durften miterleben, wie eines der wunderschönen Tiere in Narkose gelegt wurde. Ihm wurden die Krallen und der Schnabel geschnitten und auch die Federn auf Verletzungen untersucht.
Das Hospital verfügt über eine riesige Sammlung an unterschiedlichsten Federn, die bei Bedarf zerstörte Federn ersetzen können.
Danach durfte jeder Teilnehmer einen Falken selbst auf dem Arm halten, natürlich mit einem dicken Handschuh. Ein Tier wurde dabei mit einer toten Wachtel gefüttert.
Nachdem wir noch die Mauserhalle und einen Raum mit weltweiten Auszeichnungen für die Klinik besucht hatten, endete der Besuch nach knapp zwei Stunden in einem kleinen Museum. Dort gab es zum Abschluss auch noch mal kostenlose Getränke. Uns hat die interessante Führung wirklich sehr gut gefallen.
Ein Taxi, was auch sonst, brachte uns zum World Trade Center Abu Dhabi. In dem nachgebauten Souk spazierten wir eine Weile umher und ließen uns dann in dem großen Restaurant in der Mitte nieder. Eigentlich wollten wir nur eine Kleinigkeit essen, aber irgendwie hatten wir die Portionsgrößen völlig unterschätzt… Aber es war wahnsinnig lecker!
Bei einem kleinen Verdauungsspaziergang zum Qasr Al Hosn brannte uns dann die Mittagssonne ins Gesicht. Leider war das älteste Gebäude der Stadt geschlossen, aber die sehr interessante Ausstellung nebenan hatte geöffnet und konnte kostenlos besichtigt werden. Wahnsinn, wie Abu Dhabi sich in den letzten 60 Jahren verändert hat.
An der Corniche Abu Dhabi ließen wir anschließend ein wenig die Seele baumeln und die Füße durften mal im warmen Persischen Golf baden.
Gegen 16:45 Uhr machten wir uns auf zur letzten Verabredung des Tages. Ich hatte vor Wochen einen Tisch im Emirates Palace reserviert. Wir hatten uns dafür extra etwas in Schale geworfen. Ursprünglich wurde das Hotel von der Herrscherfamilie Abu Dhabis für ein Zusammentreffen aller Scheichs der VAE errichtet. Die Baukosten betrugen schlappe 3 Milliarden Dollar. Ein paar Wochen vor dem geplanten Treffen verstarb leider der gastgebende Scheich und das Treffen fand woanders statt. Seither wird der „Palast“ als Luxushotel genutzt.
Was für ein wunderschönes, prachtvolles und pompöses Gebäude! Vor den Eingangstüren und in der riesigen Empfangshalle wuseln unzählige Mitarbeiter umher, um dem Gast seinen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Überall glänzte das Gold und ich bin mir sicher, es war wirklich Gold!
Im Café „Le Café“ im hinteren Bereich nahmen wir in den großen, bequemen Sesseln Platz und bestellten 2x den Traditional Afternoon High Tea (185 AED, 46 € p. P.). Tom nahm den Kamelburger und dazu einen Camelcino (Cappuccino mit Kamelmilch). Mama trank den ebenfalls und ich entschied mich für den Emirates Palace Cappuccino mit Blattgold! Ein Getränk war im Traditional Afternoon High Tea inbegriffen. Einzeln hätte der Gold-Cappuccino 69,60 AED (17 €) gekostet.
Minuten später wurden die Köstlichkeiten serviert. Mama und ich bekamen eine Etagere mit einer Etage herzhafter Canapés, einer Etage mit leckeren Scones und einer Etage mit köstlichem Gebäck und Küchlein. Toms Burger sah auch toll aus und jeder probierte natürlich alles. So schlemmten wir gemütlich vor uns hin und wir genossen dabei den ganzen Luxus um uns herum.
Als Krönung gab es als Nachtisch einen warmen Schokoladenkuchen, der im Innern noch einen leicht flüssigen Kern hatte. Dass so gut wie alles mit essbarem Blattgold verziert war, muss ich nicht erwähnen, oder? Dort werden übrigens jährlich 5 Kilogramm davon verbraucht.
Ziemlich vollgegessen verließen wir nach guten zwei Stunden das Hotel. Draußen machte ich noch einige Bilder, ehe wir uns wieder zu unserer Unterkunft aufmachten.
Auf der Außenterrasse gab es noch leckere Getränke und eine Shisha mit Wassermelonengeschmack. Herrlich war es dort, mit arabischer Musik und einem leichten Wind.
Gegen 23:00 Uhr schlummerten wir tief und fest in unseren Betten. Bis um 23:47 Uhr das Telefon neben meinem Kopf schellte!! Wir hatten uns zu Tode erschrocken! Am anderen Ende ertönte eine freundliche Stimme: „Hello, here is your wake-up call!“ Alter, ich hätte die fast durch das Telefon geholt! Ich weiß ja nicht, wen sie wecken wollte, uns jedenfalls nicht!!
Die Nacht war mehr oder weniger gelaufen. Von dem Schreck erholte ich mich nur langsam und als wir dann irgendwann wieder eingeschlafen waren, schlief ich nur sehr, sehr unruhig.
Wetter: 27 °C, Sonne
23.02.
Nach dem letzten leckeren Frühstück im Southern Sun Abu Dhabi checkten wir gegen 10:30 Uhr aus. Mit Hilfe der App fanden wir problemlos aus der Stadt raus und bogen rechts auf die E 11 ab. Kaum waren wir auf der Straße, begann eine Baustelle, die bis zum Verlassen nicht aufhörte. Das waren immerhin 87 Kilometer und wer weiß, wie lang sie noch war. Zudem waren unzählige vollbeladene LKWs unterwegs.
Nichtsdestotrotz kamen wir super durch und fuhren irgendwann links auf die E 45 ab. Die LKWs waren schlagartig verschwunden und die mit vielen Lampen beleuchtete Straße führte uns nach Madinat Zayed. Die kleine Stadt wirkte sehr gepflegt. Die sauberen Parks waren voll mit bunten Blumen und immer wieder gab es nagelneu aussehende Spielplätze.
Nach wenigen Minuten waren wir durch die Häuseransammlung gefahren und vor uns lag die 60 Kilometer lange schnurgerade Strecke zur Liwa-Oase. Rechts und links neben der Straße hatte man Bäume und Palmen gepflanzt, die mit schwarzen Schläuchen bewässert werden. Außerdem gibt es einen hohen Zaun, der die wildlebenden Kamele vor den Autos schützen soll. Das war es dann auch schon, was es zu sehen gab.
Erst ab dem kleinen Örtchen Liwa, als wir zur Moreeb-Düne abbogen, änderte sich das Landschaftsbild. Fast alles Grün war verschwunden und wir befanden uns mitten in einem großen Sandkasten. Wunderschön! So hatten wir uns das vorgestellt.
Als dann auch noch Kamele am Straßenrand auftauchten, war der Wüstentraum wahr geworden.
Unglaublich, wie viele verschiedene Farben Sand haben kann und wie fein er sein kann. Wir konnten uns gar nicht satt sehen. Und dank der vielen Sendemasten, die alle paar Kilometer standen, hatten wir auch vollen Handyempfang. Nicht, dass wir den gebraucht hätten…
An der Moreeb-Düne, die übrigens eine der größten der Welt ist (aber das dachtet ihr euch sicher schon), war alles wie ausgestorben. Die Verkaufsbuden und Geschäfte waren vernagelt oder einfach nur geschlossen und auf den vielen großen Parkplätzen stand nicht ein Auto. Während des einmal im Jahr stattfindenden „Liwa International Festival“ ist dort bestimmt die Hölle los. Dann brettern die Allradfahrzeuge und Motorräder die Sanddüne hoch.
Die fast 200 Meter hohe Düne raufzuklettern sparten wir uns und machten lieber nur von unten ein paar Bilder. Trotz Wolken am Himmel knallte die Mittagssonne erbarmungslos und nach 20 Minuten hatten wir genug. Wobei man die trockene Wärme dort wirklich viel besser ertragen kann als das oft feucht-schwüle Sommerwetter in Deutschland.
Bei bis zu 39 °C cruisten wir durch die grünen Oasen Richtung Qasr Al Sarab Desert Resort, während Mama auf der Rücksitzbank ein Nickerchen machte.
Gegen 16:00 Uhr kamen wir an dem schicken Wüstenhotel an. Es ist wirklich unbeschreiblich, wie schön es dort ist. Mitten im Nirgendwo tauchte dieses perfekt in die Landschaft integrierte Hotel vor uns auf.
Mit einem Begrüßungsdrink und einem feuchten, kalten Handtuch wurden wir herzlich empfangen und die Formalitäten wurden erledigt.
Unsere Zimmer waren traumhaft im arabischen Stil eingerichtet und vom Balkon aus hatten wir einen tollen Blick über die Anlage und die Wüste. Im Bad gab es eine riesige Wanne und neben den üblichen Fläschchen mit Shampoo und Duschgel gab es noch ein Nagelpflegset, Zahnpasta, Bodylotion, Luffaschwämme und sogar eine Personenwaage (auch wenn ich DIE im Urlaub nicht wirklich vermisse *hihi*).
In Ruhe schlenderten wir einmal umher und sahen uns ein wenig um, ehe wir uns im Pool abkühlten. War das herrlich! Zu den großen Poolhandtüchern bekam auch jeder eine Flasche Wasser gratis.
Gegen 18:00 Uhr machten wir uns frisch und wollten dann eigentlich ins „Al Falaj“ Restaurant gehen. Dieses öffnete aber erst 20 Minuten später. So genossen wir einfach noch ein bisschen den Ausblick und die wundervolle Ruhe.
Um 19:00 Uhr ging es dann aber nicht zu Fuß zum Restaurant, sondern mit dem Golfcart. Das war superlustig. Die Location lag etwas abseits vom Hotel und war toll mit Fackeln und kleinen Lichtern beleuchtet. Auf dem Wüstensand lagen große Teppiche und wir nahmen auf einem weichen Sofa Platz.
Für 348 AED (87 € p. P.) bekommt man dort ein arabisches BBQ inkl. alkoholfreier Getränke serviert. Alkoholische Getränke gibt es für einen Aufpreis von 116 AED aber auch. Wir entschieden uns für die günstigere Variante und starteten mit einer Suppe. Gefolgt von kalten Mezzeh mit frischem Brot und als Hauptgang gab es unterschiedliche Fleischsorten und einen kleinen Hummer mit Kartoffeln, Reis und Gemüse. Der Nachtisch bestand aus Obst und arabischen, süßen Köstlichkeiten. Alles war sehr lecker und die Umgebung einfach traumhaft. Es war fast unwirklich, dort zu sitzen.
Gegen 21:00 Uhr fuhren wir mit dem Golfcart zurück und wurden sogar bis zum Zimmer gebracht. Toll, einfach toll! In der Zwischenzeit war jemand dort gewesen und hatte die Dekokissen vom Bett genommen, die Decke zurückgeschlagen, uns Wasser auf den Nachttisch gestellt und zwei verpackte Datteln auf die Bettdecke gelegt. Sehr aufmerksam.
Später wollten wir in unserem Zimmer eigentlich nur das Licht ausmachen, aber das ging nicht. Waren wir zu blöde dazu?? Alles Drücken am Display brachte nichts, die Lampen leuchteten fröhlich vor sich hin. Es blieb uns nichts anderes übrig, als an der Rezeption anzurufen und um Hilfe zu bitten. Der hilfsbereite junge Mann, der schnell herbeieilte, stand allerdings auch vor einem Rätsel. Na, zum Glück! Waren wir doch nicht ganz so bescheuert. Während er wiederum Hilfe holte, setzten Tom und ich uns auf den Balkon, hörten den Grillen zu und beguckten uns am Horizont die Blitze, die vom Himmel zuckten.
Nach 10 Minuten kam der junge Mann zurück und zum Glück funktionierte wieder alles. Von der Rezeption aus hatte er sich wohl in unser Lichtsystem eingeloggt und alles resettet. Neumodischer Scheiß! Warum haben die nicht normale Lichtschalter?
Egal, alles ging wieder und gegen 23:00 Uhr waren wir endlich im Bett.
Bis um 0:48 Uhr wieder die Flutlichtbeleuchtung eingeschaltet wurde! Und das Ganze auch noch mal um 3:56 Uhr… Wir bekamen sie zwar jedes Mal schnell wieder ausgeschaltet, waren aber trotzdem hellwach. Das war recht nervig!
Kilometer: 345
Wetter: 28 °C – 39 °C, Sonne, ab mittags zog es sich zu
Unterkunft: Qasr Al Sarab Desert Resort (2131 AED, 521 € pro Nacht), DZ inkl. Frühstück
24.02.
Ring-Ring-Ring…!!! War es wirklich schon 5:00 Uhr?? Keiner von uns wollte aufstehen, aber wir hatten eine Dünen-Jeep-Tour zum Sonnenaufgang gebucht (305 AED, 75 € p. P.) und natürlich freuten wir uns drauf. Also raus aus den Federn und unter die Dusche.
Um 6:00 Uhr trafen wir eine verschlafene Mama vor der Tür und gingen zusammen zur Rezeption, wo wir erst mal das Lichtdilemma schilderten. Man wollte sich drum kümmern. Na hoffentlich…
Um 6:15 Uhr startete dann unsere Tour. Zum Glück waren wir die einzigen Teilnehmer und so begleitete uns nur noch ein Sicherheitsfahrzeug. Falls wir irgendwo stecken bleiben würden.
Kurz bevor es dann in die Sanddünen ging, ließ unser Fahrer Amir Luft aus den Reifen, damit er besser fahren konnte.
Und schon ging die wilde Fahrt los. Unglaublich, welch steile Strecken wir fuhren, rauf und runter! Tom, der vorne saß, vertrug das leider überhaupt nicht und auch Mama war nicht so ganz wohl dabei. Ich fand es klasse, mir konnte es gar nicht wild genug sein!
Pünktlich zum Sonnenaufgang hielt Amir an und wir genossen den Ausblick, der trotz Wolken einmalig schön war. Links lag das noch schlafende Hotel und rechts krabbelte die Sonne über den Horizont. Dabei diese unglaubliche Ruhe!
Weiter ging die abenteuerliche Fahrt, bei der wir zwischendurch noch mal eine Pause einlegten. Dabei kraxelten wir eine kleine Düne hoch, um noch besser sehen zu können. Der Sand hatte so viele verschiedene Rot-, Orange- und Gelbtöne. Unbeschreiblich schön.
Nach etwas über einer Stunde kamen wir an einem kleinen vorbereiteten Camp an. Dort gab es Kaffee, Tee, Kaltgetränke und Snacks. Auch andere Hotelgäste stießen zu uns, sie hatten einen Kamelritt dorthin gemacht.
Das letzte Stück unserer Tour fuhr Amir etwas vorsichtiger. Tom war gar nicht wohl… Nachdem die Reifen wieder mit genügend Luft gefüllt waren, fuhren wir zurück zum Qasr Al Sarab Desert Resort, wo wir um kurz vor 8:00 Uhr ankamen.
Wir machten uns kurz frisch und schlenderten anschließend zum Frühstücksbuffet. Eigentlich hatte ich gedacht, man könnte die Auswahl an Futtereien vom Vortag nicht mehr toppen. Wie man sich doch irren kann. Was es dort alles gab und wie liebevoll und appetitlich alles angerichtet war. Wahnsinn!
Auf der schönen Außenterrasse ließen wir es uns schmecken und die vielen Spatzen, die um uns herumflogen, kümmerten sich um die Überbleibsel.
Satt machten wir uns danach zum Pool auf. Es waren kaum Gäste dort und wir hatten die freie Liegenauswahl. Ein bisschen schwimmen, ein bisschen dümpeln, ein bisschen liegen… Wie wunderbar.
Während wir auf unseren Sonnenliegen so vor uns hindösten, wurden uns kostenlose, eisgekühlte, oberleckere Smoothies serviert. Ein junger Angestellter fragte, ob er uns kühles Wasser aus einer Sprühflasche ins Gesicht sprühen sollte oder ob er unsere Brillen putzen sollte! Kaum waren wir wieder im Wasser, ging ein anderer Mann zu unseren Liegen und zupfte die Handtücher darauf wieder gerade. Was für ein Service!
Nachdem wir uns im Zimmer etwas frisch gemacht hatten, fanden wir uns um 16:30 Uhr in der Bibliothek ein. Unser letztes Date für diesen Urlaub stand an. Eine Kameltour zum Sonnenuntergang (305 AED, 75 € p. P.). Imran, unser fachkundiger Guide, begrüßte uns freundlich. Zusammen mit vier weiteren Gästen fuhren wir mit den gleichen Jeeps vom Morgen in die Wüste.
Dort warteten schon sieben Wüstenschiffe auf uns, für jeden eins. Nach einer kurzen Einweisung nahmen wir Platz und sofort bewegten die Tiere sich. Einmal wankten wir nach vorne und einmal kurz nach hinten und schon standen wir, also die Kamele. Mir taten sekündlich die Innenoberschenkel weh. Oh je, wie sollte ich nur die Stunde überstehen??
Langsam und gemächlich trotteten wir im Konvoi durch den brennend heißen Wüstensand. *träller*
Zwischendurch machte mein Bein Anstalten einzuschlafen, aber irgendwie konnte ich es dann doch davon abbringen und wir schafften den Ritt bis zum Ende. Ich war froh, wieder unten zu sein. Nicht, dass es keinen Spaß gemacht hätte, aber die Sitzposition war einfach nicht meine.
Wie auch schon am Morgen gab es im kleinen Camp Kaffee, Tee, Kaltgetränke und dazu diesmal aber Datteln und Obstspieße. Aus der Ferne kam eine kleine Gruppe schwitzender Spaziergänger eher angekrabbelt als angelaufen. Meine Güte, waren die fertig! Sie hatten den Desert Walk übers Hotel gebucht und ich glaube, ein wenig bereut.
Zusammen warteten wir auf den Sonnenuntergang, der sich aber hinter Wolken abzuspielen schien. Aus diesem Grund verabschiedeten sich die Fußgänger gegen 18:10 Uhr und fuhren mit einem Jeep zurück zum Hotel. Wir baten Imran aber noch etwas zu warten. Gestern gab es den schönen Sonnenuntergang auch erst gegen 18:25 Uhr.
Imran tat uns den Gefallen und wir wurden belohnt. Zwar nicht sonderlich spektakulär, aber dennoch sehenswert.
Um 18:45 Uhr waren wir wieder im Hotel, zogen uns um und gingen direkt zum Poolrestaurant. Die Luft war angenehm warm und überall hörten wir Grillen oder Zikaden. Das Essen war sehr lecker, nur Mama war es vom Magen her leider nicht so gut.
Schon um 22:00 Uhr schliefen wir alle tief und fest. 5:00 Uhr aufstehen ist einfach zu früh…
Wetter: 29 °C, bedeckt und ein wenig Sonne
25.02.
Erst um 8:00 Uhr quälten wir uns aus den Betten. Was hatten wir gut geschlafen. An dem tollen Frühstücksbuffet schlemmten wir uns noch mal durch die Leckereien und genossen das Sitzen auf der schattigen Außenterrasse. Die vielen Spatzen hatten ihre Freude an den noch auf den Tischen liegenden Speiseresten und ließen sich nur schwer verscheuchen.
Während wir unseren Cappuccino schlürften, ging ein „Croissant-Butler“ mit einem Tablett voll französischem Gebäck umher. Was es dort alles gibt!
Schweren Herzens mussten wir uns gegen 12:00 Uhr aus dem Paradies verabschieden. Unsere Koffer wurden vom Zimmer abgeholt und direkt in unser Auto geladen, welches mit laufendem Motor (wegen der Klimaanlage) vor dem Hotel auf uns wartete. Beim Auschecken bekamen wir pro Zimmer noch ein kleines Fläschchen mit Wüstensand als Andenken geschenkt. Wie nett!
Die ganze Anlage ist einfach ein Traum, allein schon die Lage mitten in der Wüste. Alle Angestellten waren überaus freundlich, zuvorkommend und hatten immer ein Lächeln im Gesicht. Der komplette Service war grandios!
Wenn man etwas kritisieren könnte, wäre es die „Sauberkeit“. Nicht, dass die Zimmer nicht sauber waren, aber das Rollo in der Dusche war voll mit Stockflecken, die Kissen auf den Sesseln auf unserem Balkon waren mit Flecken übersät und das Geländer von den Vögeln vollgeschissen. Ebenfalls waren die Frühstückstische nicht wirklich sauber. Das ist überhaupt kein großes Drama, wenn man allerdings über 500 Euro für eine Nacht bezahlt, will man so etwas nicht sehen. Trotzdem würden wir dort jederzeit wieder hinfahren.
Nachdem wir die Sackgasse zum Hotel verlassen hatten, tankten wir erst einmal den Wagen. Unfassbare 0,37 Euro kostete der Liter Benzin! Da macht Volltanken noch Spaß.
Zurück nach Dubai nahmen wir die Hamim Road (E65), die kilometerlang gerade durch die Wüste führt. Wenn man nicht zur Moreeb-Düne möchte, ist die E65 unserer Meinung nach die schönere und natürlich auch schnellere Strecke zum Qasr Al Sarab Desert Resort.
Zu Beginn hatten wir links und rechts der Straße noch Sanddünen, in denen Kamele unterwegs waren und sogar ein paar Gazellen konnten wir im Vorbeifahren sehen. Leider zu spät für ein Foto. Je weiter wir uns der E11 näherten, desto flacher wurden die Dünen, bis sie letztendlich ganz in eine staubige und einfarbige Ebene übergingen.
Irgendwann kamen wir an einer Deponie vorbei und damit die dort verkehrenden LKWs den anderen Verkehrsteilnehmern nicht auf den Keks gehen, wurde einfach eine zweite Straße neben die E65 gebaut. Na ja, Platz dafür gab es ja genug.
Auf der E11 fuhren wir dann wieder durch die endlose Baustelle. An die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält sich dort übrigens kein Mensch. Wir waren schon mit 100 km/h bei erlaubten 60 km/h unterwegs und von hinten kamen die großen verdunkelten SUVs angebrettert… Sie fuhren uns fast in den Kofferraum und betätigten wild die Lichthupe. Da muss man echt ruhig bleiben.
Tom konnte das zum Glück und um 15:30 Uhr kamen wir am Parkplatz der Autovermietung an. Dort war es dann megahektisch! Habt bei der Abgabe bloß den blauen Zettel von der Übergabe zur Hand. Ich musste den erst in den Tiefen unseres Rucksacks suchen.
Mit unserem Gepäck gingen wir dann runter zur „Ankunft“ und schnappten uns ein Taxi. Ganz unerwarteterweise kannte der Fahrer unser Hotel. Im „Suba“ hatten wir ja vor ein paar Tagen schon geschlafen und nun bekamen wir doch tatsächlich wieder das gleiche Zimmer.
Da mein Henna-Tattoo leider schon wieder völlig verschwunden war, fuhren wir zum Souk Al Bahar. Dort ließ ich mir ein neues Tattoo malen. Es wurde zwar nicht so schön wie das erste, aber zumindest bekam ich eine andere Pflegeanleitung dazu. Ich sollte es mindestens eine Stunde drauflassen und dann nur vorsichtig die Farbe abreiben. Auf keinen Fall sollte es mit Wasser in Berührung kommen und das für mindestens drei Stunden. Davon hatte die Dame vor einigen Tagen nix gesagt. Na, hoffentlich hält das jetzt etwas länger. (Nachtrag: Na ja, die Farbe war zwar dunkler auf der Haut, aber viel länger hat es trotzdem nicht gehalten. Nach einer Woche war leider alles weg.)
Mama kaufte in einem Laden noch ein paar Datteln für daheim und draußen schauten wir uns zum vierten Mal die Dubai Fountain an. Ach, das war so schön!
Zum Abendessen machten wir uns noch mal zur Dubai Marina auf. Es herrschte reger Feierabendverkehr und wir wünschten uns in die Wüste zurück.
Beim Libanesen gab es schließlich was auf die Gabel. Lecker war es leider nicht, alles viel zu trocken…
Für die Rückfahrt zum Hotel brauchten wir dann fast 50 Minuten. Es war Donnerstagabend und der ist bei den Muslimen so wie unser Samstagabend, da ihr Freitag wie unser Sonntag ist. Alles verstanden? 😉
Nach einem Abschlusskaffee in der Lobby verschwanden wir um 23:00 Uhr in die Betten.
Kilometer: 328
Wetter: 30 °C, Sonne
Unterkunft: Landmark Premier Hotel (ehemals Suba Hotel) (628 AED, 157 € pro Nacht), DZ inkl. Frühstück
26.02.
Um 9:30 Uhr trafen wir uns zum Frühstück. Danach hatten wir noch eine Menge Zeit und entspannten daher auf dem Bett und sahen eine Weile fern. Um 11:30 Uhr wurde es dann Zeit, wir checkten aus und ließen uns zum Flughafen bringen.
Koffer abgeben, einchecken, Sicherheitskontrollen und schon waren wir im Duty-Free-Bereich. Die letzten Dirhams brachten wir unters Volk und kauften Kamelmilch-Schokolade und Datteln.
Um 14:40 Uhr hockten wir dann im Flieger, der leider ein wenig enger war als der A380. Bis wir abhoben, dauerte es aber noch bis 15:30 Uhr. Angeblich war wohl viel Verkehr, das kannten wir von Dubai ja.
Kaum hatten wir die Reiseflughöhe erreicht, wurden die drei Sitze vor uns bis zum Anschlag nach hinten geworfen. Oh man, wie ich das hasse! Beim Essen blieb uns dann nichts anderes übrig, als auch unsere Sitze etwas nach hinten zu legen.
Die Mahlzeit war wieder lecker, wobei sie die vom Hinflug nicht toppen konnte. Genüsslich mümmelten wir vor uns hin und hatten dabei einen herrlichen Blick auf den Iran.
Zwei Filme später landeten wir pünktlich um 19:10 Uhr in Düsseldorf. Jochen und Nico warteten bereits und fröhlich wurden wir begrüßt. Im Auto gab es dann sogar Sekt und Bier. Meine Güte, was für ein Service.
Endlich zuhause angekommen, bestellten wir etwas zu essen, ehe wir es uns auf dem Sofa gemütlich machten. Lange hielten wir es aber nicht aus, wir waren einfach zu müde…
Fazit
Wow, der ganze Urlaub war einfach nur WOW! Erst die gigantische Stadt Dubai mit ihren Hochhäusern und dem höchsten Gebäude der Welt. Dann Abu Dhabi, das uns ein wenig besser gefiel, weil es grüner und nicht ganz so riesig war. Schließlich das Highlight, das Wüstenhotel mitten im größten Sandkasten der Welt, einfach ein Traum. Alle Aktivitäten und Ausflüge waren klasse und wir möchten keine davon missen. Wir sind selbst erstaunt, dass uns „Nordlichtern“ der heiße Süden so gut gefallen hat. Damit hatten wir nicht gerechnet. Die Temperaturen lagen zwischen 23 °C und 39 °C. Letzteren Wert zeigte das Autothermometer ganz kurz in der Wüste an. Teilweise war der Himmel bedeckt und die Luft diesig. Was in der Wüste im Nachhinein super war. Bei klarem Himmel hätten wir es nicht ausgehalten und uns wahrscheinlich gnadenlos verbrannt. Dann könnten wir uns heute die Haut abziehen.
Von den Preisen (Eintritt, Essen & Trinken) her empfanden wir es wie bei uns. Außer den Preis fürs Benzin natürlich. Und selbstverständlich waren die Restaurants im Wüstenhotel, mangels Auswahl, etwas teurer. Aber keinesfalls überteuert und unverschämt.
Was würden wir anders machen?
– Ein größeres Auto mieten. So einen schönen Nissan Patrol zum Beispiel oder einen Ford Explorer.
– Von der Wüste direkt zum Flughafen fahren und nicht noch eine Nacht in der Stadt verbringen. Der „Kulturschock“ ist einfach zu groß.
– Auf dem Rückflug links sitzen, dann hat man noch einen schönen Blick auf Dubai.