17.05.
Da wir am Vorabend noch die Bettdecke aus dem Bezug genommen hatten und nur diesen zum Schlafen nutzten, war es glücklicherweise eine schwitzfreie Nacht gewesen.
Gemütlich starteten wir wieder in den Tag und genossen die Sonne und die Ruhe auf unserer Terrasse.
Um kurz vor 11:00 Uhr begann für uns dann eine erneute Küstenwanderung. Den Weg wollten wir schon einmal laufen, brachen aber damals aufgrund von starkem, kaltem Wind ab.
Die Strecke war auf dem ersten Stück gut ersichtlich, und uns begegneten sogar ein paar andere Wanderer.
Am Ende hätten wir eigentlich wieder umdrehen „müssen“, aber wir wollten weiter die Küste entlang – auf meiner Karte war schließlich auch ein Weg eingezeichnet. Also los!
Langsam gingen wir voran und folgten irgendetwas zwischen Schafstrampelpfad und „Scheiße – hier ist doch kein Weg mehr!“.
Es war wieder so schön – auch wenn mein Hase nach einer kurzen Diskussion ein Brett Treibholz in den Rucksack packen musste. Danke, Schatz! *lach*
Wir machten eine Pause direkt an den Felsen, fanden ein Möwennest und waren unglaublich glücklich über dieses tolle Wetter!
Nach 3,5 Stunden erreichten wir wieder den Parkplatz und entdeckten die „Crofters Kitchen“, einen kleinen Imbisswagen. Mein Hase ließ sich frische Muscheln in Bier-Knoblauch-Sauce schmecken – superlecker!
Gut gesättigt düsten wir zur Highland Stoneware. Ich wollte gerne noch eine der schönen Tassen dort haben – und erfolgreich konnte ich meinen Plan in die Tat umsetzen.
Als letzten Tagespunkt steuerten wir das Stoer Lighthouse an. Es ist immer wieder schön, dort zu sein, auch wenn es dieses Mal extrem windig war.
Kichernd fanden wir in der Betonplatte des neuen Fernrohrs unsere Fingerabdrücke. Die hatten wir letztes Jahr dort in den weichen Beton gedrückt. *psst*
Mit von der Sonne leicht geröteten Gesichtern und sichtlich müde machten wir uns um kurz vor 18:00 Uhr auf den Rückweg. Natürlich mussten wir bei dem traumhaften Licht noch einige Male anhalten, bevor wir an unserer Unterkunft ankamen.
Bis die Midges kamen, saßen wir noch draußen am Feuer, genossen die Aussicht, ließen uns ein Glas Wein schmecken, beobachteten die Ur-Schafe beim Futtern und futterten die Reste vom Metzger aus Kingussie.
Als die Mistviecher immer mehr wurden und zum Großangriff ansetzten, gaben wir uns geschlagen und flüchteten nach drinnen. Egal, das Holz war fast verbrannt und die Flasche Wein leer. Gute Nacht!
Kilometer: 126
Wetter: 21 °C, Sonne