Schottland 2025 Tag 14

26.05.

Nach meiner schönen Morgenrunde gab’s erstmal einen Kaffee in der Küche. Wenn man von dort nach oben in die anderen Räume geht, durchläuft man quasi drei verschiedene Klimazonen! Unten angenehm warme 20°C, im Flur schon knackige 30°C und dann – brrrr – im Schlafzimmer nur noch gefühlte 6°C. *lach*

Während wir gemütlich im Wohnzimmer saßen, schüttete es draußen wie aus Eimern und die Sonne zeigte sich nur selten. Echt Glück gehabt, dass ich bei meiner morgendlichen Runde keinen einzigen Tropfen abbekommen habe!

Um 13:00 Uhr saßen wir alle im Auto und fuhren zur Caol Ila Destillerie – oder besser gesagt zu der großen Wiese oberhalb davon. Genau an diesem Fleck standen wir schon vor zwei Jahren und damals hatte ich mich gefragt, wie das dort wohl bei Regen aussehen würde. Die Antwort: Gar nicht mal so anders als bei trockenem Wetter. Überraschenderweise war der Boden erstaunlich fest und gut begehbar.

Auf dem Festivalgelände war schon ordentlich was los, und auch im Shop drängelten sich die Leute. Wir hängten uns das Caol Ila-Glas um den Hals, das wir am Eingang bekommen hatten, und schlenderten gemütlich über das Gelände.

Dabei trafen wir auf Charly und der Regen auf uns! Die ganze Zeit tröpfelte es mehr oder weniger durchgängig von oben… Dafür gab es einen super luxuriösen Toilettenwagen, der mit so viel Chemie im Wasser gespült wurde, dass der ganze Wagen danach roch. *gg*

Nach Jahren wagten wir uns mal wieder an Austern heran – na ja, sagen wir so: Das wird wohl nie mein Lieblingsessen.

Dann füllten wir die Free-Drams in eine leere Wasserdose um (denn Driver-Drams gab es leider nicht) und unsere mitgebrachten Fläschchen wollten sie partout nicht füllen. Total bescheuert! Die Wasserdose war zwar nicht gerade stilvoll, aber dafür praktisch!

Um 15:30 Uhr erreichten wir leicht klamm und etwas durchgefroren wieder unseren Wagen und fuhren zurück zum Cottage. Dort standen erstmal Kaffee und etwas entspanntes Abhängen auf dem Programm.

Nach dem Abendessen machten sich der Hase und ich auf den Weg nach Port Ellen zum „Nosing“. Die Karten hatte ich bereits von zuhause aus besorgt. Boris und Petra wollten nicht mit, also schnüffelten nur wir beide uns durch die verschiedenen Whiskys.

Ich hatte überhaupt keine Ahnung und tippte einfach wild drauflos. Tom dagegen war sich ziemlich sicher und füllte seinen Zettel ganz siegessicher aus!

Im Eintrittspreis von 28 £ (33 €) waren jeweils drei Free Drams enthalten. Obendrauf gab es noch kostenlos Wasser, Kaffee und süße Teilchen – wirklich ein rundum tolles Angebot.

Gewonnen haben wir leider nichts, außer neue Freunde aus Japan! *lach*

Der Sänger der Band entpuppte sich dann als der grottenschlechte DJ vom Vorabend! Ohne Witz… Singen konnte er zwar, aber die Songauswahl war wieder dieselbe chaotische Katastrophe wie am Tag zuvor – als hätte er seine Playlist im Halbschlaf zusammengestellt.

Da genossen Tom und ich lieber den traumhaften Sonnenuntergang hinter der Port Ellen Destille. Gegen 21:30 Uhr machten wir uns dann auf den Rückweg nach Bowmore.

Kilometer: 64
Wetter: 12 °C, bedeckt mit einzelnen Schauern


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