Schottland 2025 Tag 11

23.05.

Da abends Regen angesagt war, beschloss ich spontan, dass wir noch eine kurze Wanderung machen wollten. Toms Begeisterung hielt sich zwar eher in Grenzen, aber die Aussicht auf die nächsten Tage mit ordentlich Whisky ließ ihn dann doch milde stimmen. *lach*

Um 9:30 Uhr starteten wir an der Kintra Farm. Die Wanderung entlang der Küste entpuppte sich schnell als kleine „Katastrophe“: Der Weg war mal wieder kaum zu erkennen und führte uns über Stock und Stein. Zum Glück waren die meisten der vielen Schlammlöcher ausgetrocknet! Anderenfalls wäre der Weg kaum passierbar gewesen. Der Name war Programm! *lach*

Am Ziel angekommen waren wir total begeistert von der rauen, wilden Küstenlandschaft – einfach beeindruckend! Die ganze Strecke hatte sich auf jeden Fall mehr als gelohnt.

„SCHATZ, da ist eine dumme Touristin!!!“

„WAS??? Wo?“

„Aaaah, da! HAU AAAAB!!!“

Nach einer etwas längeren Pause machten wir uns schließlich auf den Rückweg. Zum Glück führte der Weg nicht nochmal entlang der zerklüfteten Küste, sondern quer durch die ausgetrocknete Moorlandschaft – deutlich entspannter für unsere Füße!

Nach etwa vier Stunden waren wir zurück am Auto und ziemlich k.o. Die Strecke hatte doch ganz schön Kraft gekostet! Also ging es für uns direkt nach Port Ellen ins „Little Charlotte’s Café“ – Zeit für eine wohlverdiente Pause.

Anschließend schlenderten wir noch zum örtlichen Metzger und deckten uns mit Grillgut für den Abend ein. Vollbepackt fuhren wir dann zurück zu unserer Hütte. Über unsere Stalking-App konnten wir schon sehen, dass Boris und Petra nicht mehr weit entfernt waren.

Kurz nach 16:00 Uhr rollte dann endlich ihr Wohnmobil vor unsere Hütte – und wir fielen uns alle fröhlich in die Arme! Was für ein tolles Wiedersehen!

Nach einer kurzen, aber herzlichen Begrüßung düsten wir direkt weiter nach Port Ellen zum „Fèis Ìle Opening Evening“. Das Wetter meinte es zwar nicht so gut mit uns – es regnete in Strömen –, aber die Stimmung war trotzdem super und wir hatten jede Menge Spaß.

Zurück in unserer Hütte wurde der Grill angeschmissen und der eine oder andere Whisky vernichtet. Boris und Tom lagen dann den restlichen Abend mit Regenschirmen bewaffnet im Whirlpool und hatten eine Menge Spaß, während Petra und ich es uns auf dem Sofa gemütlich machten und quatschten.

Leider war es in der Unterkunft ziemlich frisch, und egal wie oft wir am Heizkörper-Thermostat drehten – es wollte einfach keine richtige Wärme aufkommen.

Erst als Tom und ich später ins Bett gingen und ich mich über die „scheiß Kälte“ beschwerte, zeigte er mir das Raumthermostat, das ich total übersehen hatte! Tja, ich Blindfisch!

Kilometer: 43
Wetter: 17 °C, Sonne-Wolken-Mix, ab nachmittags Regen


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