13.05.
Nach dem üblichen „Oh-verdammt-wir-fahren-ja-heute-ganz-überraschend-in-den-Urlaub“-Stress war das Auto um 11:30 Uhr endlich beladen. Drei volle Kisten und Toms Angeltasche füllten die Rücksitzbank, und im Kofferraum fanden sich – neben unserem Grill – noch drei große blaue IKEA-Taschen. Die finden wir auf Autoreisen viel praktischer als sperrige Koffer.
Nachdem wir im ortsansässigen Rewe noch unser Abendessen in Form von vier Packungen Sushi gekauft hatten, starteten wir offiziell um 11:55 Uhr Richtung Schottland. Yeah!!!
Mit einer Toilettenpause und einem kurzen Stau kamen wir um kurz nach 15:00 Uhr am Fähranleger in IJmuiden an. Bis wir auf das Schiff durften, dauerte es aber gefühlt eine Ewigkeit… Die Sonne schien vom wolkenlosen Himmel, und im Auto wurde es immer wärmer. Mein Hase legte ein verspätetes Mittagsschläfchen ein, und ich überlegte, ob ich ein paar Runden mit meinem Hula-Hoop-Reifen drehen sollte?! Mangels Platz und in Aussicht auf einen Haufen blöder Blicke nahm ich von der Idee Abstand.
Erst um 16:34 Uhr (!!!) hob der junge Mann mit der orangefarbenen Weste seine Hand und signalisierte uns so, dass wir endlich auf die Fähre durften. Hurra!!!
Rasch brachten wir unsere Rucksäcke in Kabine Nr. 573 und gingen direkt zur Skybar hoch. Dort war natürlich schon die Hölle los und jeder Stuhl besetzt. Mit einem Eis und einem Guinness spazierten wir zwei Etagen tiefer und suchten uns ein Plätzchen auf einer Bank in der Sonne. Was war das herrlich dort! Und auch viel ruhiger als in der überfüllten Bar.
Gegen 19:00 Uhr hörte ich ein leichtes Magenknurren von rechts und blickte in die fragenden Augen meines hungrigen Hasens. Ja, Schatz! Ich geh und hole unser Essen! *lach*
„Du willst doch eh noch deine Schritte vollkriegen“, hörte ich ihn noch grinsend hinter mir herrufen. Recht hatte er ja, und so drehte ich erst noch eine Runde durchs Schiff, bevor ich unser Sushi holte.
Mit mittlerweile eingeschalteter Heizweste ließen wir uns die Röllchen mit Blick aufs Meer schmecken. Die Sonne wärmte zwar noch ganz gut, aber der Wind war etwas kalt… typisch ich – die Frostbeule!
Nach einem kleinen Aufwärmstopp in der Kabine genossen wir den Sonnenuntergang. Immer wieder schön, auch wenn eine Gruppe Teenager die romantische Kulisse geräuschtechnisch ein wenig störte.
Bei einem heißen Tee mit Rum für mich und einem Whisky für den Hasen ließen wir bei superguter Livemusik den Abend in der Bar ausklingen.
Kurz vor 0:00 Uhr lagen wir in den recht harten Betten und schliefen auch direkt ein.
Morgen fass ich mich kürzer! Vielleicht… *hihi*
Kilometer: 275
Wetter: 24 °C, Sonne
Unterkunft: King Seaways