10.09.
Da ich ja nicht so der Frühstücksmensch bin, war es ganz praktisch, dass man sich im Hotel das Frühstück auch aufs Zimmer bringen lassen konnte. Da es Hase etwas besser ging, ließ er sich so ein Omelett und Brötchen schmecken, während ich nur einen Kaffee trank.
Um 10:00 Uhr fuhren wir los zum kleinen Einkaufszentrum in Cascavelle. Dort gab es auch ein Filiale der Parfümerie Apote. Gesten in Port Louis hatte ich bereits zwei Parfüms gekauft und war so begeistert, dass ich dort noch mal vier Düfte erwarb.
Außerdem kauften wir in der dortigen Apotheke etwas gegen Durchfall. Das Frühstück hatte leider durchschlagenden Erfolg bei Tom. Oh man, er tat mir so leid…
Nächster Halt waren die beeindruckenden Tamarind Falls. Anstatt eine ausgedehnte Wanderung zu den einzelnen Wasserfällen zu unternehmen, entschieden wir uns dafür, nur einen Aussichtspunkt zu besuchen und die Szenerie von oben zu bestaunen.
Als wir dort ankamen, bot sich uns ein überwältigender Anblick: Tief unter uns erstreckte sich ein dicht bewaldetes Tal, aus dem die Tamarind Falls hervorstachen. In mehreren Kaskaden stürzte das Wasser in die Tiefe, umgeben von üppiger Vegetation und steilen Felswänden. Die Szenerie erinnerte uns sofort an die wunderschönen Landschaften Hawaiis.
Da wir beide kleine Weinliebhaber sind, strahlten meine Augen natürlich, als ich bei den Urlaubsvorbereitungen auf Google Maps die „Takamaka Boutique Winery“ entdeckte!
Aber war das wirklich Wein aus Trauben? Nein, dort wird etwas ganz anderes für die Herstellung verwendet. Das Klima auf Mauritius ist nämlich viel zu heiß und zu feucht für den Anbau von Weinreben, daher verwendet der Winzer Alexander Oxenham einfach Litschis, um Wein herzustellen. Coole Idee!
Die Früchte für den Wein stammen aus den besten Obstgärten der Insel, die für ihre fruchtbaren Böden bekannt sind und sorgfältig ausgewählt wurden.
Die geernteten Früchte werden zunächst in den Gärten vorsortiert und nach einer zweiten Auswahl im Weingut alle von Hand geschält. Krass, wie viel Arbeit dahintersteckt!
Anschließend werden sie in spezielle, temperaturgeregelte Tanks geleitet, in denen die alkoholische Gärung durch speziell ausgewählte Hefestämme eingeleitet wird.
Die „Takamaka Boutique Winery“ produziert insgesamt fünf verschiedene Weinsorten, von denen wir drei (ganz heimlich sogar vier) probieren durften. Wow, wir waren wirklich überrascht und wäre es eine Blindverkostung gewesen, hätten wir niemals auf Litschi getippt. Der Wein schmeckte hervorragend und stand Traubenwein in nichts nach!
Kurzentschlossen nahmen wir ein paar Flaschen mit, für daheim und für hier abends auf der Terrasse. Weinselig zogen wir von dannen.
Der Sophie-Nature-Walk ist ein kurzer, 20-minütiger Weg durch eine wunderbare Natur. Die Vegetation ist schon beeindruckend und zum Glück hielten sich die Mücken etwas zurück und ließen mich in Ruhe. Tom war im Auto geblieben, er war einfach müde von der letzten schlechten Nacht und machte etwas die Augen zu.
Im Herzen der üppig grünen Berglandschaft von Mauritius befindet sich das Bois-Chéri-Tea-Factory and Tea-Museum. Dort schauten wir uns erst die kleine Ausstellung an und fuhren dann zum Restaurant, welches wunderschön mit Blick auf die grünen Teefelder und einen kleinen See liegt. (Eintritt 300 MUR; 5,90 € p. P.)
Auf dem Tisch standen 13 verschiedene Sorten Tee, und wir bekamen eine Kanne mit heißem Wasser und ein paar Kekse. Irgendwie total schön gemacht. Die unterschiedlichen Tees waren aber jetzt nicht besonders herausragend, sodass wir nur eine Packung für meine Mama und ihren Freund mitnahmen.
Auf dem Rückweg stoppten wir kurz am Grand Bassin, auch bekannt als Ganga Talao, ein heiliger See und einer der bedeutendsten hinduistischen Pilgerorte außerhalb Indiens.
Am Eingang des Tempelkomplexes empfing uns die gewaltige, 33 Meter hohe Statue des Gottes Shiva. Neben Shiva erhob sich eine ebenso prächtige und genauso große Statue der Göttin Durga Maa Bhavani. Diese monumentalen Statuen symbolisieren den Schutz und die göttliche Präsenz, die die Gläubigen hier verspüren.
Der Grand Bassin selbst ist ein vulkanischer Kratersee, der umgeben von Tempeln, Altären und Statuen ein sehr friedliches Bild abgibt.
Zurück im Hotel genossen wir den Sonnenuntergang und chillten auf unserer Terrasse. Das Abendessen fiel leider aufgrund…
ihr wisst schon… wieder aus…