Mauritius & La Réunion Tag 20

23.09.

Wir hatten richtig gut geschlafen in unserer Bubble, und dank der Heizdecken und des kleinen Heizgebläses waren uns die 7°C draußen pupsegal.
Um kurz vor 05:00 Uhr schellte dann das Handy, und ich sprang direkt unter die heiße Dusche. Hase verschob seine Reinigung auf nach unserem ersten Tagesordnungspunkt – dem hoffentlich spektakulären Sonnenaufgang!
Dazu fuhren wir erneut rauf zu „La Fenêtre“. Als wir den Aussichtspunkt erreichten, leuchtete der Horizont bereits in fantastischen Farben und versprach einen unvergesslichen Anblick.

35 Minuten später blitzte die Sonne über die Berge und tauchte die Landschaft in ein warmes, goldenes Licht. Es war faszinierend, wie schnell sich der Himmel veränderte und die Konturen der Berge in einem neuen Glanz erstrahlten. Wie wunderschön ein Sonnenaufgang doch immer ist – ein perfekter Start in den Tag!

Zurück in unserer Bubble chillten wir eine Weile und schauten einfach nur in den Himmel. So unglaublich entspannend… Genauso wie unser Verdauungsapparat. Glücklicherweise war uns das Essen vom Vorabend gut bekommen, und wir hatten beide keine Beschwerden mehr. *freu*

Pünktlich um 07:30 Uhr machten wir uns auf zum Frühstück. Dieses war als Buffet aufgebaut und bot eine verlockende Auswahl. Es gab herzhafte Dinge wie Käse und Wurst (die gleichen wie am Vorabend, wahrscheinlich die Reste), dazu süße Küchlein, frisches Obst, Marmelade, Baguette, Croissants und frische Crêpes. Als Ergänzung standen Spiegeleier, Saft und eine Auswahl an Kaffee oder Tee bereit. Alles war köstlich, und vergnügt plauderten wir mit unseren netten Tischnachbarn, während wir das Frühstück in vollen Zügen genossen.

Nur schwer konnten wir uns von unserer Bubble trennen und lagen noch eine ganze Weile auf dem Bett, genossen den Blick in den Himmel und hörten den Vögeln zu.

Aber es half ja nix… Wir mussten los zum Flughafen. Auf dem Weg dorthin hielten wir aber noch einmal am „La Fenêtre“ und am Meer, um die Wellen zu bestaunen, die auf die schroffe Lavaküste trafen.

Um 13:00 Uhr hatten wir den Flughafen erreicht und ruckzuck unseren kleinen, treuen Mietwagen abgegeben. Dass wir das zwei Tage eher als geplant machten, interessierte niemanden.

Da wir so früh dran waren, mussten wir noch etwas auf die Öffnung der Check-in-Schalter warten. Als wir dann als erste Passagiere einchecken konnten, dachten wir dieses Mal daran, nach einem Sitzplatz auf der linken Seite zu fragen. Das klappte, und ohne Koffer machten wir uns auf zur Pass- und Sicherheitskontrolle. Als wir um die Ecke kamen, waren wir etwas erstaunt. Denn dort war kein anderer Passagier! Mutterseelenalleine liefen wir die Zickzack-Wege zum Zollhäuschen, in dem zwei Beamte fast sehnsüchtig auf Beschäftigung warteten.

Bei der Sicherheitskontrolle war das Gleiche. Kein Passagier weit und breit, und alle Beamten schauten leicht gelangweilt aus der Wäsche. So ganz alleine war es schon etwas komisch…

Im Duty-Free-Shop kauften wir noch eine Flasche Rhum Arrangé mit Birne-Vanille und ein T-Shirt für mich.

Pünktlich um 15:35 Uhr verließen wir La Réunion! Tschüss, wir kommen bestimmt nicht wieder. Mit einem letzten Blick auf die Insel stiegen wir in unsere kleine Propeller-Maschine, die uns sicher und ruhig in nur 35 Minuten über den Indischen Ozean brachte.

Aber was passierte dann??? Ich hätte kotzen können!!! Der Pilot flog links an Le Morne vorbei und wir sahen NIX!!! Der beeindruckende Blick, den ich mir so sehr gewünscht hatte, blieb uns verwehrt. Was habe ich mich geärgert! Na ja, Pech gehabt!

Die Einreise verlief dafür erfreulich zügig, und auch unsere Koffer drehten bereits ihre Runden, als wir am Gepäckband ankamen. Draußen sprachen uns sofort einige Taxifahrer an, doch ein älterer Herr mit einer Mappe „wühlte“ sich charmant durch die Menge zu uns. Er fragte nach unserem Hotel, blätterte in seiner Mappe und nannte uns den Preis, den wir bezahlen mussten: 2.700 MUR, also etwa 54 €.

Das Taxi, das dann als erstes in der Reihe stand, war mit Abstand das älteste und gammeligste der ganzen Insel. Celin, unser Fahrer, wirkte mindestens 120 Jahre alt und hatte ein Lächeln, das sofort gute Laune verbreitete. Wir fanden die Situation einfach superlustig und bemerkten, wie happy wir waren, wieder auf Mauritius zu sein. Die Vorfreude auf die kommenden Tage stieg mit jedem Kilometer, den wir zurücklegten.

Am Hotel angekommen, wurden wir vom Pförtner am Tor überschwänglich begrüßt. Mit einem strahlenden Lächeln gab er uns gute Wünsche mit auf den Weg und war einfach unglaublich nett!

Der Empfang im Hotel war mindestens genauso herzlich. Als wir unser Zimmer betraten, waren wir schlichtweg begeistert! Es lag direkt am Strand und bot einen traumhaften Blick auf das glitzernde, türkisfarbene Meer. Das riesige Badezimmer war ein Traum, und das gigantische Bett… Darin fand ich meinen Hasen gar nicht mehr wieder! Zur Begrüßung warteten frisches Obst und köstliche Pralinés auf uns – wow!

Zum Abendessen hatten wir einen Tisch im „Rum Shed“ reserviert, einem Ort, der mit einer beeindruckenden Auswahl von über 200 verschiedenen Rumsorten aufwartet, und zwar direkt auf dem Gelände des Hotels. Die rustikale Einrichtung, bestehend aus recyceltem Holz und maritimen Details, erinnerte uns an eine alte Fischerhütte, die modern und stilvoll aufbereitet wurde. Große Holztische, eine offene Bar und der Sandboden überall schafften eine herrlich chillige Atmosphäre. Dazu kamen die mauritische Gastfreundschaft, ein köstliches Essen und leckere Cocktails! Hach, wir genossen den Abend in vollen Zügen.

Wetter: 29°C, Sonne-Wolken-Mix
Unterkunft: Shanti Maurice Resort & Spa (551 Euro die Nacht mit Frühstück)


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