22.09.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedeten wir uns von Paule und Patrick. Die beiden sind ebenfalls so hilfsbereite und herzliche Menschen und ihre Lodge Palmae ist wirklich ein kleines Paradies auf Erden. Mit den Gastgebern waren wir auf dieser Reise wieder einmal gesegnet. Aber aufgrund des fehlenden Gefühls für die Insel waren wir auch froh, am nächsten Tag zurück nach Mauritius zu fliegen.
Bevor wir zu unserer letzten Unterkunft auf La Réunion fuhren, machten wir uns auf zu einer Teefarm.
Das Klima auf La Réunion eignet sich nämlich auch hervorragend für den Teeanbau. Die bekannteste Teefarm ist Le Labyrinthe En-Champ-Thé. Diese Plantage liegt in Grand-Coude auf einem Hochplateau in 1.100 Metern Höhe und ist über einen schmalen Grad zu erreichen. Dieser schlängelt sich durch die üppige Vegetation und bietet zur rechten und linken Seite atemberaubende Ausblicke.
Der Besitzer Johny Guichard sprach leider nur Französisch, aber mit einer englischen Broschüre in der Hand konnten wir durch das Teebaum-Labyrinth spazieren und uns auf der Plantage umsehen.
So erfuhren wir einiges über den Betrieb, den Anbau und die Produktion, und dass er der erste und wichtigste Hersteller von Bio-Tee in Frankreich ist. Der gesamte Prozess, von der Ernte der Blätter bis zur Fermentation und Trocknung, wird vor Ort durchgeführt. Dies gewährleistet die Frische und Qualität des Tees. Zurzeit werden grüner und weißer Tee angebaut und später entweder parfümiert oder naturbelassen.
Nach unserem Rundgang probierten wir weißen, grünen und schwarzen Tee. Alles sehr lecker und natürlich kauften wir auch welchen.
Gegen 14:00 Uhr machten wir uns auf zu unserer letzten Unterkunft, die schon etwas Besonderes war.
Um kurz vor 16:00 Uhr kamen wir mitten im Wald auf 1.200 Metern Höhe an, an unserer Schlaf-Bubble! Von 28°C hatte es sich auf 17°C abgekühlt. *brrr* Da warf ich mir mal schnell meine Jacke über.
Freundlich wurden wir von (ich habe den Namen vergessen…) empfangen und direkt mit einer Tasse heißem Tee versorgt. Sie erzählte, dass der Tee von der Insel sei, aus Grand-Coude! *lach* Ja, da waren wir vor zwei Stunden noch.
Als wir dann zu unserer Schlaf-Bubble gingen, freute ich mich wie eine Schneekönigin!
Langsam ging die Tür auf, und wir erblickten erst einen kleinen Vorraum/Wohnzimmer und ein Bad mit Dusche und Trockentoilette. Dann kam das Highlight: Die durchsichtige Bubble, die wir durch eine Schleuse betreten konnten.
Wow! Wie unglaublich einzigartig war bitte diese Unterkunft! Wir waren schwer begeistert und ziemlich aus dem Häuschen.
Nachdem wir ausgeladen und alles erkundet hatten, fuhren wir zum Aussichtspunkt „La Fenêtre“. Da es bereits 17:00 Uhr war, hingen natürlich die Wolken im Tal. Aber glücklicherweise lichteten sie sich immer wieder kurz, und wir konnten einen Blick auf den Talkessel Cilaos erhaschen, den wir ja bereits vor vier Tagen besucht hatten.
Bis zum Abendessen hatten wir noch etwas Zeit und legten uns einfach aufs Bett und starrten in den Himmel! No words needed! Da es bereits jetzt sehr kalt war, warfen wir die Heizdecken (es gab HEIZDECKEN! *yiiiipiiieeehh*) und die kleine Heizung im Vorraum an.
Um 19:00 Uhr spazierten wir zum Restaurant rüber und nahmen in einem mit Heizpilzen erwärmten Raum Platz.
Bereits vor ein paar Tagen hatten wir per Mail unser Essen vorbestellt. Da ging es uns beiden auch noch gut… In Anbetracht der üppig gefüllten Teller hatten wir etwas Angst, so viel und so fettig zu essen…
Alles war aber sehr lecker, und wir ließen es uns schmecken. Es musste einfach gutgehen! *Daumen-drück*
Bereits um 20:30 Uhr lagen wir im Bett, die Heizdecken auf DREI eingestellt, und bestaunten den unglaublichen Sternenhimmel!
Wetter: 28°C, Sonne-Wolken-Mix
Unterkunft: Kaz Insolite (249 Euro die Nacht mit Frühstück in der Bubble Tangue)