20.09.
Mir ging es zum Glück etwas besser, frühstückte aber zur Sicherheit mal nur ein Stück Baguette. Tom ließ sich wieder Patricks köstliches Omelette schmecken. Um 10:00 Uhr fuhren wir los auf Erkundungstour an der Küste entlang.
Daheim hatte ich einige schöne Spots rausgesucht, und diese fuhren wir der Reihe nach ab.
An einem kleinen Vanille-Stand kauften wir Vanille-Seife, eine kristallisierte Vanilleschote, und Hase trank einen Vanille-Kaffee. Ich verzichtete mal lieber noch. Kristallisierte Vanille ist übrigens ein hochwertiges Produkt, das aufgrund der zufälligen Kristallbildung auf der Oberfläche der Vanilleschoten als besonders aromatisch gilt. Diese Kristalle bestehen aus Vanillin, dem Hauptaromastoff der Vanille.
Um 16:00 Uhr erreichten wir die Notre-Dame des Laves, unseren letzten Sightseeing-Spot des Tages. Die kleine katholische Kirche wurde durch ein Wunder bekannt. 1977 wurde sie bei einem Vulkanausbruch des Piton de la Fournaise fast vollständig von Lava umflossen, blieb jedoch unversehrt. Die Lava stoppte direkt vor der Eingangstür der Kirche, was von den Einwohnern als göttliches Zeichen interpretiert wurde. Heute gilt die Notre-Dame des Laves als Symbol des Glaubens und als beliebte Pilgerstätte auf der Insel.
Die war auch gleichzeitig unser Wendepunkt, und wir machten uns auf die lange Rückfahrt. Erst um kurz nach 18:00 Uhr kamen wir an unserer Unterkunft an. Die Fahrerei auf der Insel ist wirklich nervig: So viele Bodenwellen und unglaublich viel Verkehr.
Zum Abendessen gab es dann mal wieder Baguette mit Aufschnitt und für mich mal lieber noch trockenes Toast und eine Banane. Ihr fragt euch bestimmt, warum wir insgesamt so wenig essen gegangen sind?! Zum einen waren da natürlich die krankheitsbedingten Gründe, und zum anderen waren wir irgendwie nicht im Einklang mit den Öffnungszeiten der Restaurants. Diese hatten meistens über mittags geöffnet; da waren wir aber noch satt vom Frühstück und dann erst wieder ab 19:00 Uhr. Da waren wir aufgrund der früh einsetzenden Dunkelheit und des langen Tages aber bereits in der Unterkunft und hatten auch keine Lust mehr, wegzufahren.
Zudem brauchte man fast überall eine Reservation… Blöd!
Da wir am nächsten Tag einen neuen Versuch starten wollten, zum Vulkan zu fahren, gingen wir zeitig ins Bett und schliefen auch direkt ein.
Wetter: 30°C, Sonne-Wolken-Mix