Schottland 2025 Tag 17

29.05.

An diesem Morgen war es windig, nieselig und grau. Nicht unbedingt das, was man als „schönes Wetter“ bezeichnen würde – aber hey, ich war in Schottland! Auf Islay! Und das allein machte schon alles gut.

Natürlich ließ ich mich davon nicht abhalten und drehte wie gewohnt meine morgendliche Runde. Und tatsächlich: Trotz Regen und Wind genoss ich sie in vollen Zügen. Auch wenn ich auf dem Bild nicht so aussehe! *lach*

Da waren’s nur noch drei…
Boris lag mit Fieber und dickem Schnupfen im Bett – sehr zu seinem eigenen Leidwesen. Ausgerechnet heute hatten wir Mädels nämlich eine kleine Überraschung für unsere Männer vorbereitet: ein Tasting bei Kilchoman! Aber so präparierten wir unsere Driver-Dram-Fläschchen mit Zetteln zum Draufschreiben und Petra nahm statt Boris am Tasting teil.

Der Open Day bei Kilchoman war im Grunde wie vor zwei Jahren – aber das ist keineswegs negativ gemeint! Gleich am Eingang bekamen wir ein hübsches Umhängeglas mit einem besonders schönen Feis Ìle 2025-Band – ein kleines, aber feines Detail. Dazu gab es drei Token für Drams. Die Fahrer wurden auch bedacht: Sie bekamen ein kleines Säckchen mit drei Miniaturflaschen und ebenfalls drei Token.

Die Free-Drams wurden – wie gewohnt – an verschiedenen Stationen ausgegeben, sodass man sich ganz gemütlich durch das Gelände probieren konnte. Eine Band spielte wieder live von der Ladefläche eines LKWs und es gab einen Essensstand, kleine Spielereien für Groß und Klein und natürlich die Möglichkeit, an Führungen durch die Brennerei teilzunehmen. Nichts wirklich Neues!

Als die beiden dann im Warehouse verschwanden, schlenderte ich gemütlich durch den Shop, stöberte ein wenig und ließ mir Zeit. Anschließend setzte ich mich nach draußen und lauschte der wirklich guten Livemusik.

Nach etwa einer Stunde tauchten die beiden wieder auf, mit leuchtenden Augen und breitem Grinsen im Gesicht. Sie waren ganz begeistert vom Tasting – und Petra hatte natürlich für Boris alle Drams in die kleinen Fläschchen abgefüllt.

Im Shop ließen wir dann noch ein paar Pfund liegen – wie das eben so ist, wenn man „nur mal gucken“ will.

Auf dem Rückweg zum Cottage legten wir noch einen kurzen Zwischenstopp am Brigend Hotel ein. Schon seit Tagen hatten wir immer wieder über den einsamen Barmann geschmunzelt, der unermüdlich an seiner kleinen, selbstgebauten Bar vor dem Hotel ausharrte – egal ob Wind, Regen oder gähnende Leere. Heute wollten wir ihn endlich erlösen – mit einem kühlen Drink und zwei richtig guten Burgern.

Im Cottage wurde dann trotzdem noch der Grill angemacht, dummes Zeug erzählt und ein paar Getränke vernichtet. Boris bekam dann von Tom eine besondere heiße Zitrone serviert. Damit der Arme wieder schnell gesund wird, schüttete Hase noch etwas Whisky mit in die Tasse. Blöderweise hatte er sich mit der Miniatur vertan und nun schwamm ein 180 Euro teurer Whisky im heißen Zitronenwasser!!! Hase!!!

Kilometer: 39
Wetter 14 °C, bedeckt mit einzelnen Schauern


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