Mauritius & La Réunion Tag 23

26.09.

Bereits um 04:25 Uhr klingelte das Handy, und wir standen beide irgendwie total neben uns. Schnell sprangen wir noch unter die Dusche, packten den Rest zusammen und machten uns auf den Weg zur Rezeption. Das vorbestellte Taxi und unsere Breakfast-to-go-Tüte warteten bereits auf uns.

Nach wenigen Minuten erreichten wir um 05:40 Uhr den Flughafen. Vor den Condor-Schaltern warteten bereits unzählige Passagiere… Der Flieger schien ausgebucht zu sein?!

Bereits vor ein paar Tagen hatten wir telefonisch mal nach einem Upgrade für die Business Class gefragt. 700 Euro sollten wir pro Person dafür bezahlen. Nein, bei bestem Willen war uns das einfach nicht wert!

Überpünktlich starteten wir Richtung Heimat. Für 20 Euro gönnten wir uns aber wenigstens WLAN an Bord. So gingen die 11 Stunden und 15 Minuten hoffentlich etwas schneller rum!

Etwa eine Stunde nach dem Start gab es ein kleines Frühstück. Na ja, das gummiartige Baguette mit Käse war ganz okay, aber der Joghurt und das Obst schmeckten überhaupt nicht. Gut, mit dem Obst waren wir jetzt natürlich auch sehr verwöhnt.

Der Flug war zwar ruhig, zog sich aber unendlich… Die Stunden nahmen einfach kein Ende! Hase hatte zudem Rücken, und ihm schlief der Poppes ein.
Der Service war auch nicht besonders berauschend. Über fünf Stunden lang wurden uns keine Getränke angeboten. Jeder, der etwas haben wollte, musste zur „Küche“ gehen und sich etwas holen.

Na ja, egal! Wir waren einfach nur froh, als wir um 17:27 Uhr endlich in Frankfurt gelandet waren. Draußen regnete es in Strömen, und frische 19 °C empfingen uns. Hach, wir wollten zurück…

Mit einem Bus ging es zum Terminal, und dann begann die Warterei auf die Koffer. Erst über eine Stunde nach der Landung hatten wir unsere zwei Gepäckstücke in der Hand. Mein Onkel holte uns glücklicherweise vom Flughafen ab, und gute drei Stunden später, kurz vor 22:00 Uhr, waren wir endlich wieder zu Hause.


Fazit

Zwei Inseln im Indischen Ozean – so dicht beieinander und doch so unglaublich unterschiedlich!

Mauritius, die Insel mit den traumhaften weißen Sandstränden, dem türkisfarbenen Wasser und einer faszinierenden Unterwasserwelt. Dazu die verschiedenen Kulturen, die dort aufeinandertreffen; sie verleihen der Insel ein einzigartiges exotisches Flair, und die superfreundlichen Menschen sind einfach das Sahnehäubchen.
Die Anzahl der Sehenswürdigkeiten ist überschaubar, und man muss nicht von einer Attraktion zur nächsten hetzen. Bei einem zweiwöchigen Aufenthalt kann man super alles mit einigen Badetagen kombinieren.

La Réunion ist landschaftlich beeindruckender als die Nachbarinsel. Die Ausblicke auf die Talkessel waren einfach atemberaubend!
Dafür hat die Insel kaum Traumstrände, sondern bietet überwiegend zerklüftete Küsten mit starkem Wellengang. Zudem ist sie ein Hotspot für Haie. Seit 2011 ereigneten sich dort mehr als 60 Haiangriffe, und leider war jeder zweite davon tödlich. Überwiegend sind es Bullenhaie, die wahrscheinlich aufgrund der Überfischung und der damit einhergehenden Nahrungssuche näher an die Küsten kommen.
An nur wenigen Stränden ist das Baden erlaubt. Diese liegen alle im (Süd-)Westen und sind entweder durch ein Riff oder Netze geschützt. Sicherheitshalber werden aber auch diese Bereiche meistens überwacht.

Auf beiden Inseln gibt es ein gutes Netz an Tankstellen, und die Preise sind überall gleich. Angenehmerweise gibt es auch auf beiden Inseln Tankwarte.

Mauritius und La Réunion bieten eine vielfältige und spannende Küche, die von den Kulturen der Inseln geprägt ist. Die kulinarischen Einflüsse stammen hauptsächlich aus der französischen, kreolischen, indischen und chinesischen Küche. Leider waren wir essenstechnisch ja nicht so ganz auf unsere Kosten gekommen. Viele Köstlichkeiten konnten wir zwar probieren, aber leider nicht alles genießen, was uns die Inseln zu bieten hatten.

Unterm Strich:

La Réunion ist landschaftlich ein absolutes Highlight, das steht außer Frage. Doch aufgrund des sich irgendwie nicht wohlfühlens für uns keine zweite Reise wert.

Mit Mauritius hingegen sind wir gefühlt noch nicht fertig. Durch die Krankheitstage fehlt uns einfach Zeit dort, und außerdem hat uns der Inselvibe gepackt. Ob wir allerdings wirklich noch einmal hinfliegen? Mal sehen, denn unsere Bucketliste ist noch ellenlang!

Was uns von Mauritius im Kopf bleibt:
Der Duft von Räucherstäbchen
Das Gekreische der Flughunde
Alte LKWs voller Zuckerrohr

Was uns von La Réunion im Kopf bleibt:
Straßen mit unzähligen Kurven und Bremshügeln
Baumfarne
Familien-Picknicke und Grillhähnchenstände am Wochenende


Tag 22 / Übersicht