Mauritius & La Réunion Tag 12

15.09.

Jetzt wissen wir auch, warum es dort so oft kreolisches Huhn zum Essen gibt…! Um kurz vor 05:30 Uhr fing der Hahn draußen an zu krähen! „Kikiriki!“ Ich hätte ihm am liebsten direkt den Hals umgedreht!

Als wir um 07:30 Uhr zum Frühstück gingen, war es recht frisch, nur 13 °C! Da war ein Jäckchen für mich doch angebracht!
Links ist unser kleiner Bungalow und der Pavillon rechts gehört auch dazu.

Pascal servierte uns leckeres Obst von der Insel: Passionsfrucht, Grenadine, Grenadelle (alle drei aus der gleichen Familie) und Le Goyavier (links auf dem Bild). Dazu gab es Macatia (spezielle süße Brötchen, eine Spezialität der Insel), Baguette und ein Nussbrot. Außerdem Käse und Wurst aus der Region! Wow, wir lieben es, wenn wir bereits zum Frühstück landestypische Leckereien probieren können.

So gut gestärkt fuhren wir ins Dorf Dos d’An. Die Straßen schlängelten sich in engen Kurven den Berg hoch, und uns kamen bestimmt 120 Motorradfahrer entgegen. Wo die nur alle herkamen?

Am kleinen Parkplatz angekommen, hatten wir etwas Mühe, einen Platz zu finden. Es war Sonntag, und gefühlt war die ganze Insel auf den Beinen. Nach einigen Minuten fuhr glücklicherweise aber jemand weg.

Da Tom immer noch nicht fit war und bekanntlich ohnehin kein großer Freund des Wanderns ist, schnürte ich meine halbwegs festen Schuhe und machte mich auf den Weg zum Point de Vue Mafate.

Der Pfad führte stetig nach oben und verlangte manchmal auch etwas Geschick beim Klettern. Doch die Aussicht, die ich unterwegs genoss, war bereits grandios. Was mich wohl oben erwarten würde?

Nach 50 Minuten Wandern wusste ich es und war total beeindruckt! Dieses Panorama auf die beeindruckende Bergwelt … einfach traumhaft!

Schade, dass Hase das nicht sehen konnte … ich versuchte aber, jeden schönen Ausblick für ihn auf einem Foto festzuhalten, damit er wenigstens einen kleinen Eindruck davon bekam.

Nach insgesamt etwa 1 ½ Stunden kam ich, etwas durchgeschwitzt, wieder am Auto an und freute mich riesig, endlich meine bequemen Schlappen anziehen zu können.

Am Panorama du Cap la Houssaye legten wir eine längere Pause ein und genossen den atemberaubenden Blick aufs Meer. Während wir dort saßen, entdeckten wir plötzlich eine Meeresschildkröte, die gemächlich vorbeischwamm, und weiter draußen konnten wir sogar einen Wal beobachten!

Um 15:00 Uhr hatte ich für uns ein durchsichtiges Kajak reserviert (eine Stunde für 30 €). Da es meine erste Tour in einem Kajak war, war ich etwas aufgeregt. Unsere Sachen konnten wir an der kleinen Verleihbude am Strand deponieren, und ruckzuck hatten wir im Bötchen Platz genommen.

Während wir paddelten, entdeckten wir bunte Fische, die zwischen den weniger farbenfrohen Korallen schwammen. Es war so toll, draußen auf dem Wasser zu sein, und die 60 Minuten vergingen leider viel zu schnell!

Auf dem Rückweg zur Unterkunft hielten wir kurz an einem kleinen Bächlein mit einem alten Mühlrad, das zu einer längst geschlossenen Zuckerrohrfabrik gehörte. Heute wird der Bach nur noch als Badestelle genutzt.

Gegen 17:00 Uhr waren wir zurück an unserem temporären Zuhause, und Tom hüpfte direkt in den großen Pool und zog ein paar Bahnen. Mir hingegen war mal wieder arschkalt und ich sprang so erst einmal unter die heiße Dusche!

Hundemüde von der letzten kurzen Nacht und den tollen Eindrücken vom Tag schliefen wir bereits gegen 21:30 Uhr ein. Der blöde Hahn würde uns sowieso wieder um 05:30 Uhr wecken…!

Wetter: morgens frisch mit nur 13°C, ab mittags 27 °C, Sonne-Wolken-Mix.


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